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Der erste Abend von Chanukka: Die erste Kerze und die Kerze in der Mitte, Shamash genannt, brennen.
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Jüdisches Leben

Chanukka - so feiert man in New York

An diesem Wochenende beginnt das Lichterfest Sufganyot und Latkes stapeln sich in den Bäckereien, und an der Ecke der 5th Avenue wird die große Menora aufgestellt. Unsere Autorin hat mit Doron, 11, und Veronica, 12, darüber gesprochen, wie ihre Familien die verschiedenen jüdischen Feiertage begehen.

Es ist Jom Kippur, der Tag der Sühne, auf der Upper West Side in Manhattan. Man sieht deutlich weniger Autos auf den Straßen, die Gehsteige sind menschenleer. „Closed for the holiday. Open tomorrow“, steht auf einem Schild an der Tür eines Kinderschuhgeschäftes. Elegant gekleidete Paare, er im Anzug und mit weißer Kippa auf dem Haupt, sie im festlichen Kostüm oder Kleid, gehen in eine der zahlreichen Synagogen. Vor der West Side Institutional Synagogue ist die Straße abgesperrt und ein Zelt aufgebaut. Hier wird in Corona-Zeiten im Freien gebetet.

Jom Kippur fiel heuer auf den 16. September. Es ist der wichtigste Feiertag des jüdischen Kalenders und wird von gläubigen Juden mit ganztägigem Fasten, Beichte und intensivem Gebet begangen.

Vor allem der Rhythmus der Herbstwochen ist in New York, Heimat der größten jüdischen Gemeinde außerhalb Israels, von den zahlreichen religiösen Feiertagen geprägt. Rosch ha-Schana, das zweitägige Neujahrsfest, und Jom Kippur sind Feiertage im Kalender der öffentlichen New Yorker Schulen, mit fast einer Million Schüler das größte Schulsystem des Landes. Auch viele Privatschulen sind an diesen Tagen geschlossen. Der Puls des sonst so hektischen Stadtlebens ist merklich verlangsamt.