Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Motor

Das Elektroauto will vom Kabel los

Der Strom muss ins Auto, aber wie? Das Laden mit Kabel und Stecker ist nur eine Variante – und eher nicht jene, der die Zukunft gehört. Bald wird es beim Laden von E-Autos ohnehin um mehr gehen, als nur den Saft ins Auto zu kriegen.

Die Frage ist so alt wie das Elektroauto selbst – und damit seit über 120 Jahren auf der Welt: Wie kommt der Strom ins Fahrzeug?

Was bei Bahn und Tram zufriedenstellend gelöst ist (deren Elektrifizierung begann in den 1880ern), befindet sich beim Auto immer noch im Entwicklungsstadium. Denn so viel scheint fix: Beim heutigen Hantieren mit Stecker und Ladekabel handelt es sich um eine Episode – die Zukunft sieht anders aus. „Die E-Mobilität ist in der Frage ungefähr auf dem Stand des Nokia 6110“ (1998, Anm.), sagt Michael Fischer, CEO des deutsch-österreichischen Lademanagement-Spezialisten Enio; „Zum mobilen Telefonieren und Texten schon ganz vernünftig, aber noch kein Smartphone.“

Viele Ansätze. Bevor wir uns ansehen, wie das Laden im Smartphone-Reifegrad aussehen kann oder wird, blicken wir zurück zu den Anfängen – denn Ideen und Ansätze gab es mannigfaltig.

Zunächst war schon in der Frühzeit klar, dass E-Maschinen als Antriebsmotoren für Autos zwar hervorragend geeignet sind, dass die Speicherung der Energie an Bord aber argen Einschränkungen unterliegt. Die Akkumulatoren waren schwer, teuer sowieso, erlaubten nur geringe Fahrdistanzen und brauchten schiere Ewigkeiten zum Aufladen. Der junge Ingenieur Ferdinand Porsche, der in Wien um 1900 für den Kutschenbauer Lohner die ersten Elektroautos verwirklicht hatte, mixte in der Folge die Antriebstechniken und erfand, bevor er sich ganz auf Verbrenner verlegte, noch schnell das Hybridauto (Lohner-Porsche „Mixte“ 1901), bei dem ein großer Daimler-Vierzylinder an Bord die Batterien für die elektrischen Radnabenmotoren jederzeit laden konnte.