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Interview

Die erste Chefin im Groß-Gericht

Das Oberlandesgericht Wien ist wie andere Justiz-Institutionen im historischen Wiener Justizpalast angesiedelt: Katharina Lehmayer vor der Justitia-Statue.
Das Oberlandesgericht Wien ist wie andere Justiz-Institutionen im historischen Wiener Justizpalast angesiedelt: Katharina Lehmayer vor der Justitia-Statue.Jana Madzigon
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Die neue Chefin des Oberlandesgerichts Wien, Katharina Lehmayer, organisiert Hilfskräfte für Strafrichter und prangert das private „Schnüffeln“ an.

Sie leiten seit 1. November das Oberlandesgericht Wien. Wie ist Ihre Handschrift?

Katharina Lehmayer: Schnörkellos, klar. Das entspricht meiner Persönlichkeit. Ich bin niemand, der um den heißen Brei herumredet.

Also kein Herumreden, Reizthema: überlange Verfahrensdauer. Ihr Gegenrezept?

Die Dauer unserer Verfahren wird alle zwei Jahre durch den Europarat überprüft und mit 46 anderen Staaten verglichen. Und da schneiden wir regelmäßig sehr gut ab. In der gesamten Justiz fallen jährlich etwa drei Millionen Geschäftsfälle an, die wir in der Regel rasch erledigen. Aber ja, einzelne Verfahren dauern absolut zu lang. Ich werde sicher Verbesserungen überlegen, wie wir gerichtsintern gegensteuern können.