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Lars Haider über Olaf Scholz: »Er ist nicht dafür geboren, im Rampenlicht, auf Bühnen oder dem roten Teppich zu stehen.«
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Interview

Scholz-Biograf: "Er ist das Gegenmodell zu Sebastian Kurz"

Lars Haider, Chefredakteur des „Hamburger Abendblatt“, schrieb die erste Biografie über Deutschlands Kanzler in spe. Im Gespräch erklärt er, warum Olaf Scholz sich bei der Impfpflicht noch zurückhält, wieso sein Stil selbst für nüchterne Norddeutsche ungewöhnlich ist und was ihn an der sozialdemokratischen Partei schmerzt.

Wie haben Sie die ersten Schritte von Olaf Scholz als Kanzler in spe erlebt?

Lars Haider: Ich habe mich nicht gewundert, dass er im bisherigen Interregnum so zurückhaltend war, das passt total zu ihm. Es ist ein bisschen wie in den Talkshows: Da spricht er erst, wenn er angesprochen wird. Er hat sich nicht eingemischt, weil er noch nicht Kanzler ist, er hätte das fast schon unhöflich gefunden.

Kann sich das ein künftiger deutscher Kanzler mitten in dieser Pandemie leisten?

Seine Kernbotschaft ist ja: Wer bei mir Führung bestellt, bekommt sie auch. Ich glaube, das wird viel klarer und deutlicher, wenn er wirklich Kanzler ist. Von dem, was ich bisher gehört habe, gehe ich davon aus, dass es eine viel stärkere Impfpflicht geben wird, als wir das im Moment sehen.

Von außen wirkt es, als würde er Grüne und FDP um die Impfpflicht fechten lassen.