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Bundesliga

Salzburg hat seine Leichtigkeit verloren

Klagenfurt gegen Salzburg
Klagenfurt gegen SalzburgAPA/GERT EGGENBERGER
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Die erste Saisonniederlage in Klagenfurt bestätigte, dass der Meister just vor dem entscheidenden Spiel in der Champions League eine Schaffenskrise durchlebt.

Salzburg. Nicht bei Rapid, Sturm Graz oder dem Lask ist Red Bull Salzburg gestürzt, sondern der Aufsteiger aus Klagenfurt fügte dem Serienmeister die erste Liganiederlage der Saison zu. Der Branchenprimus trug das seine dazu bei, denn wie schon in den vergangenen Wochen offenbarten die Salzburger auch am Samstag Verschleißerscheinungen. „Es ist eine Phase, in der wir uns schwertun“, gestand Trainer Matthias Jaissle, dessen Mannschaft sich erstmals seit 21. April geschlagen geben musste, die Tabelle aber weiterhin mit komfortablen Vorsprung anführt.

Doch die Vorzeichen verheißen für das „Finale“ um den Champions-League-Aufstieg gegen den FC Sevilla am 8. Dezember nichts Gutes: In den jüngsten sechs Ligapartien gab es gab es bei drei Remis und einer Niederlage nur zwei Siege, die vergangenen sechs Pflichtspiele brachten drei Niederlagen, zwei Remis und lediglich einen Dreier. „Es war absehbar“, versuchte Jaissle mit Verweis auf die Belastung der Spieler zu erklären. „Wir haben in den letzten Tagen gemerkt, dass sie aus den letzten Löchern pfeifen.“

Klagenfurt zeigt vor wie es gehen kann

So beeindruckend es ist wie Salzburg jeden Sommer Abgänge kompensiert, zu viel Rotation schadet offenbar dem eigenen Spiel. So musste Jaissle neben freiwilligen Umstellungen auch den kurzfristigen Ausfall Maximilian Wöbers wegen einer Oberschenkelblessur kompensieren. Der Pole Kamil Piatkowski gab nach zweimonatiger Verletzung ein Blitz-Comeback und machte dabei zumindest bessere Figur als Nebenmann Oumar Solet. Der Franzose reklamierte vor dem 1:0 der Klagenfurter Foul, sah bei der Attacke Christopher Cvetkos aber auch nicht gut aus. Beim vorentscheidenden 2:0 wurden die Klagenfurter mehr begleitet denn attackiert.

Dass Salzburg trotz 70 Prozent Ballbesitz kaum effektiv wurde, überraschte Jaissle nicht wirklich. „Leider waren wir nicht konsequent und beharrlich genug, vor allem im letzten Drittel“, meinte der Deutsche. Ich werde das nüchtern und sachlich analysieren. Das habe ich im Erfolgsfall gemacht.“ Klagenfurt demonstrierte jedenfalls, wie der Meister – zumindest nicht am besten Tage – mit diszipliniertem Pressing und mutigem Umschaltspiel zu bezwingen ist.

(APA)