Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Gastbeitrag

Wenn Steuern mehr kosten, als sie bringen

Vor 100 Jahren, am 1. Dezember 1921, wurde die „Linienverzehrungssteuer“ als Relikt des Kaisertums Österreich abgeschafft. Die Einhebung dieser Verbrauchssteuer erwies sich als wesentlich teurer, als angesichts der überschaubaren Einnahmen vertretbar war.

Es ist für den Gesetzgeber nicht leicht, Steuern gerecht, ertragreich, in ihrer Einhebung effektiv zu gestalten und sie wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. Ein historisch schönes Beispiel dafür bietet die Linienverzehrungssteuer, die mit 1. Dezember 1921 aufgehoben wurde.

Das Verbrauchssteuerwesen in den verschiedenen Provinzen des Kaisertums Österreich war im frühen 19. Jahrhundert durch eine heillose Zersplitterung gekennzeichnet. Damals unterlagen wesentlich mehr Waren Verbrauchssteuern als heute, wo dies im Wesentlichen nur noch bei Alkoholika, Tabak und Treibstoffen der Fall ist.