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Leitartikel

EU-Vormundschaft über Osteuropas Medien

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Osteuropäische Medien sollen nach Kommissionsplänen einen leichteren Zugang zu EU-Nachrichten erhalten.JANEK SKARZYNSKI / AFP / picture
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Ein EU-finanzierter Zugang zu seriösen Agenturmeldungen ist eine Chance für mehr Objektivität. Nicht aber, wenn das vorrangige Ziel allein Osteuropa ist.

Selbst Jüngere wissen, es gibt einen Unterschied zu damals: Als Radio Free Europe von den USA finanziert ab 1951 in den Osten Europas funkte, regierten dort kommunistische Diktaturen, keine demokratisch gewählten Regierungen. Letztere mögen dem Westen heute auch nicht gefallen. Aber das gibt ihm kein Recht, diese Länder neuerlich medial unter Vormundschaft zu stellen. Dennoch gibt es seit geraumer Zeit Pläne, Länder wie Ungarn oder Polen mit Sendern in der jeweiligen Landessprache von außerhalb des Landes zu beschallen. Sie sollen einen Gegenpol zur gleichgeschalteten Information staatlich dominierter Medien bilden.