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Ermittlungen

Einstellung der Causa Casinos? Pröll nimmt zweiten Anlauf

Der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister, Josef Pröll (ÖVP)
Der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister, Josef Pröll (ÖVP)(c) Clemens Fabry, Presse
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Seit zwei Jahren wird ermittelt, rund 50 Personen werden als Beschuldigte geführt. Der frühere Vizekanzler Josef Pröll ist einer davon. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister, Josef Pröll (ÖVP), wird als  Beschuldigter in der Causa Casinos Austria geführt. Der Grund: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft ihm vor, sich der Untreue und Bestechung schuldig gemacht zu haben. Und zwar in Zusammenhang mit der 2019 erfolgten Bestellung von Peter Sidlo (FPÖ) zum Finanzvorstand und Bettina Glatz-Kremsner (ÖVP) zur Vorstandschefin sowie der vorzeitigen Abberufung von Alexander Labak und Dietmar Hoscher aus dem Vorstand der Casinos Austria (Casag).

Pröll, seit 2018 Vizevorsitzender des Aufsichtsrats des Glücksspielkonzerns und davor einfaches Mitglied, bestreitet die Vorwürfe. Für ihn, wie auch die übrigen, an die 50 Beschuldigten, gilt die Unschuldsvermutung.

Begonnen haben die Ermittlungen gegen Pröll am 4. November 2019. Im April 2021 hat Pröll versucht, sich dagegen zur Wehr zu setzen - konkret gegen die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue. Er stellte einen entsprechenden Einstellungsantrag, der jedoch vom Landesgericht für Strafsachen Wien am 12. Juni abgewiesen wurde. Es seien noch Beweisaufnahmen ausständig, lautete die Begründung.

Wie der „Standard“ am Dienstag berichtet, versucht es Pröll in Sachen Ermittlungseinstellungen nun ein zweites Mal. Der antrag wurde bereits eingebracht. Damit ist nun die WKStA an der Reihe, eine Stellungnahme dazu abgeben. Danach wandert die Causa einmal mehr an das Wiener Straflandesgericht.

(Red.)