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Nato-Gipfel

Plant Russland einen Angriff auf die Ukraine?

In Lettland geht die Nato-Militärübung „Winter Shield“ über die Bühne, an der sich auch ein Nato-Bataillon beteiligt. Der Nachbar Russland kritisiert das.APA/AFP/GINTS IVUSKANS
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Der russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine überschattet das Nato-Treffen in Riga. Die USA warnen vor einem Einmarsch.

Zuerst kamen die Uniformierten. In Lettland trainieren seit Tagen 1500 Soldaten für den Ernstfall – die jährliche Nato-Übung „Winter Shield“. Dann kamen die Chefdiplomaten in Krawatte und Anzug. Statt im Hauptquartier in Brüssel wie meistens trafen sich die 30 Nato-Außenminister diesmal im 1500 Kilometer Luftlinie entfernten Riga, in der Hauptstadt Lettlands. Ein Akt mit viel Symbolik.

Denn dort, an der östlichen Flanke des Nato-Bündnisses, geht seit Jahren die Angst vor Russland um. Von Riga sind es nur 250 Kilometer bis zur Grenze des großen Nachbarn. Die laut Wetterdiensten frostigen Temperaturen in der lettischen Hauptstadt passten sich dabei der politischen Großwetterlage an. Das Verhältnis zwischen Nato und Moskau ist auf einem „Tiefpunkt“, wie Nato-General Jens Stoltenberg vor Monaten konstatiert hatte. Und seither ging es nur noch weiter bergab.

Im Oktober kappten Nato und Russland ihre diplomatischen Verbindungen. Es herrscht dröhnendes Schweigen. Und nun schreckt ein russischer Truppenaufmarsch, der auch das Treffen in Riga überschattet hat, das Bündnis auf. Seit Wochen soll Moskau Soldaten und modernes Gerät in der Nähe der Ukraine zusammenziehen, darunter „gepanzerte Einheiten, Drohnen, Systeme zur elektronischen Kriegsführung und Tausende kampfbereite russische Soldaten“, wie Stoltenberg neulich warnte. Intention? „Unklar.“