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Portrait

Leonore Gewessler: Konfliktfreudige Missionarin mit sanfter Rhetorik

Leonore Gewessler.
Die Presse/Clemens Fabry
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Wen sich die Klimaschutzministerin schon aller zum Feind gemacht hat. Und warum das durchaus so gewollt ist.

Vizekanzler Werner Kogler scheint so etwas wie ein geheimes Persönlichkeitsprofil für grüne Regierungsmitglieder zu haben. Fachwissen gehört dazu. Aber auch die Bereitschaft anzuecken. Wobei die grünen Ministerinnen den Anforderungen eher zu entsprechen scheinen als mancher grüne Minister. Alma Zadić gibt im Justizministerium seit Monaten die Verteidigerin der Gewaltenteilung. Und Leonore Gewessler arbeitet beharrlich an ihrem Ruf als Keine-Kompromisse-Politikerin, was man im großkoalitionär geprägten Österreich noch nicht wirklich gewöhnt ist.

In Wien war man am Mittwoch über den Lobau-Tunnel-Stopp erzürnt, in Niederösterreich über die Einstellung der Marchfeld-Schnellstraße. In Vorarlberg verhielt sich Landeshauptmann Markus Wallner dieses Mal ruhig, weil die Entscheidung über die Bodensee-Schnellstraße auf nächstes Jahr verschoben wurde. Er hatte Gewessler aber schon einmal ausgerichtet, dass sie sich „wie ein Elefant im Porzellanladen verhält“. Dafür war die Bundes-ÖVP irritiert: Man habe von den eingestellten Straßenbauprojekten aus den Medien erfahren. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig war immerhin telefonisch vorgewarnt worden.

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