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Spenden in den USA

Studenten brauchen doch kein Tageslicht!

Weil es in Santa Barbara zu wenig Wohnraum gibt, müssen Studenten in Autos schlafen. Ein umstrittenes Riesenwohnheim soll Abhilfe schaffen.Getty Images
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Dass ein Milliardär den Umbau des Metropolitan Museums finanziert, freut uns. Dass ein Spender auf einem Uni-Wohnheim ohne Fenster besteht, finden wir grotesk. Wo aber liegt die rote Linie für private Einflussnahme?

Ist doch fein: Das Metropolitan Museum in New York bekommt 125 Millionen Dollar geschenkt. Es kann mit dieser größten Spende in seiner Geschichte die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst renovieren und neu gestalten. Das freut nicht nur den Direktor, den Österreicher Max Hollein, sondern uns alle. Nur fair, dass der Flügel künftig nach den edlen Spendern benannt wird: dem Finanzinvestor Oscar Tang und seiner Frau Agnes.

Als Aufsichtsrat bestimmt der in Shanghai geborene Tang schon lang die Geschicke des Hauses mit. Darüber sollte niemand die Nase rümpfen: Das Metropolitan wurde von kunstsinnigen Bankiers und Geschäftsleuten gegründet, und sie verdienten ihr Geld vermutlich ehrenvoller als europäische Herrscherhäuser, deren Schatzkammern sich durch Krieg und Ausbeutung füllten.