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Essen im Stehen

Wiener Würstelstandl einmal anders

Christine Pichler
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Das Würstelstandl neu gestaltet haben gleich zwei Konzepte in Wien: „Alles Wurscht“ und die „Ausgabe“ überdenken ein Kulturgut.

So gut wie an jeder zweiten Ecke haben sich Würstelstände ans Wiener Stadtbild geheftet. Dass sie derart uniform und konstant über so lange Zeit bestehen blieben, macht wohl ihr unstrittiger Status als Wiener Kulturgut möglich. Luft nach oben gab es in puncto Qualität trotzdem schon seit Jahrzehnten. All das befeuerte den Medienrummel vor zwei Jahren, als mit dem „Wiener Würstelstand“ an der Ecke Pfeilgasse und Strozzigasse ein Konzept eröffnete, das sowohl auf vegane und vegetarische Alternativen von Hut & Stiel setzt, sich seine Produzenten sorgfältig aussucht und selbst Saures einlegt. Aktuell hat das Konzept Würstelstand noch einen zusätzlichen Vorteil: Es ist krisensicher.

Alles Wurscht
Christine Pichler

Denn auch im Lockdown dürfen sie geöffnet bleiben, ohne viel an ihren Abläufen umstellen zu müssen. Nur das Würstl muss nun eben ein paar Meter abseits der Theke verzehrt werden. „Alles ist zu, und hier stehen die Leute trotzdem Schlange“, freut sich Sebastian Neuschler. Am Börseplatz hat er vor ein paar Wochen das Standl „Alles Wurscht“ eröffnet. Der gelernte Koch hatte schon bei einer Reihe gastronomischer Projekte in Wien seine Finger im Spiel, von der Superstrada 18 über das „Ferment“, mit der „Marktlücke“ in der Großen Pfarrgasse führte er sein eigenes Restaurant. Eine undankbare Position, wie sich für ihn herausstellte: „In der Haubengastronomie bringen dich die Personalkosten und der Wareneinsatz um. Du bist 14 Stunden am Tag auf den Beinen, bekommst zwar dafür deine zehn Sekunden Ruhm, aber das macht sich am Konto nicht bemerkbar“, sagt Neuschler.