Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Koalition

Grüne: "Die ÖVP soll zur Ruhe kommen"

Während es beim Koalitionspartner heftig kriselt, konnte die Partei von Werner Kogler (Mitte) zuletzt einige Erfolge feiern. Mit dem möglichen Neo-Kanzler Nehammer habe er ein "hervorragendes Verhältnis".
Während es beim Koalitionspartner heftig kriselt, konnte die Partei von Werner Kogler (Mitte) zuletzt einige Erfolge feiern. Mit dem möglichen Neo-Kanzler Nehammer habe er ein "hervorragendes Verhältnis".(c) Florian Schroetter / EXPA / pict
  • Drucken

Auf persönlicher Ebene können die Grünen mit dem potenziellen Neo-Kanzler Nehammer gut. Inhaltlich aber krachte es wiederholt. Im grünen Klub hat sich der türkise „Parteisoldat“ und „Hardliner“ damit einige Feinde gemacht.

Sie hatte es vorhergesagt und sollte rechtbehalten. Die Klubchefin der Grünen, Sigrid Maurer, stellte am 10. Oktober, einen Tag nach dem „Sidestep“ von Sebastian Kurz, eine gewagte These auf: Sie könne „ausschließen“, dass Kurz in der laufenden Legislaturperiode als Kanzler zurückkomme. Am Donnerstag sollte sich ihre Vorhersage endgültig als wahr herausstellen. Mit dem im Oktober neu ins Amt gehobenen Alexander Schallenberg wolle man bis zum Ende der Periode zusammenarbeiten, sagte sie damals.
 
Bei dieser Annahme sollte sie sich jedoch irren. Denn mit dem Kurz-Rückzug wird das gesamte türkise Regierungsteam umgebaut - und damit auch die personelle Basis der türkis-grünen Zusammenarbeit. Man wünsche sich eine „untadelige Person“ als Bundeskanzler, gab Werner Kogler im Vorfeld des Kurz'schen Doch-noch-nicht-Rücktritts als Bedingung für die weitere Zusammenarbeit aus. Nach Schallenberg soll dieses Kriterium nun Karl Nehammer erfüllen.