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Innenpolitik

Die Volkspartei zwischen Frust und Zukunftsangst

Archivbild: Nehammer und Kurz im Vorjahr im Nationalrat.
Archivbild: Nehammer und Kurz im Vorjahr im Nationalrat.APA/ROBERT JAEGER
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Nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz versucht sich die Partei wieder zu fangen. Wie geht es nun weiter?

Im türkisen Parlamentsklub ist am Donnerstag eine Welt zusammengebrochen. Etliche Nationalratsabgeordnete verdanken Sebastian Kurz nicht nur ihr Mandat, sie sind ihm seit Jahren auch freundschaftlich verbunden. In die enttäuschte Hoffnung mischte sich Wut: auf die Staatsanwaltschaft, auf die Opposition, auf Medien. Man wittert eine – letztlich erfolgreiche – Verschwörung gegen Kurz.

Er sei schon sehr traurig, „dass dieses Ausnahmetalent die Politik verlässt“, sagt auch der frühere Nationalratspräsident Andreas Khol, dem Kurz in seiner Abschiedsrede persönlich dankte. Der ehemalige Kanzler sei „Opfer einer sehr geschickt gemachten politischen Aktion“ geworden. Die Urheber nennt Khol nicht: „Ich möchte niemanden nominell hinaushängen.“

In den Landesparteien mischt sich in die Enttäuschung da und dort auch Erleichterung. Die einen bedauern, dass es so weit gekommen ist. Die anderen auch – aber bei ihnen überwiegt die Erkenntnis, dass die Verfahren gegen Kurz letztlich der Partei geschadet hätten. Oder haben. Und dass man, wie es ein hochrangiger Funktionär formuliert, „jetzt vielleicht auch andere Personen, gegen die ermittelt wird, aus der Schusslinie nehmen sollte, um einen Neustart zu ermöglichen“.

Kaum jemand wusste es