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Deutschland

Die scharfe Corona-Wende des Olaf Scholz

Corona-Weihnachten in Deutschland. Wer nicht geimpft ist, muss von der Couch aus seine Geschenke einkaufen. Am Donnerstag wurde eine bundesweite 2-G-Regel für den Einzelhandel angekündigt.(c) REUTERS (THILO SCHMUELGEN)
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Der Kanzler in spe hat die Krise zu sich gezogen. Auf den „Lockdown für Ungeimpfte“ soll ein Kraftakt folgen, der zumindest die ersten hundert Tage seiner Amtszeit prägen könnte.

Hundert Tage, heißt es. So lange dürfen sich neue Regierungen in normalen Zeiten beweisen, die ersten Punkte ihrer Programme abarbeiten und zeigen, mit welchen Konzepten sie das Land prägen wollen.

Es sind keine normalen Zeiten und Olaf Scholz hat keine hundert Tage. Der 63-Jährige ist nicht einmal als deutscher Kanzler angelobt und muss schon die erste Krise bewältigen. Am Montag bestellte er einen Bundeswehrgeneral, um einen neu einbestellten Krisenstab zu leiten. Am Dienstag stellte er sich vor die Kameras von Bild TV und erklärte, er wolle noch dieses Jahr eine Impfpflicht für alle auf den Weg bringen.

Am Mittwoch nahm er in einem Studio des Privatsenders ProSieben Platz, um bei „Joko & Klaas“ an ein vorwiegend jüngeres Publikum zu appellieren, sich endlich impfen zu lassen. „Wir werden tun, was notwendig ist, es gibt da keine roten Linien“, sagte Scholz am Ende seines viereinhalb Minuten langen Monologs direkt in die Kamera.