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OSZE-Treffen

Und dann warnte Russland vor einem "Albtraumszenario"

Lawrow und Blinken.
Lawrow und Blinken.(c) REUTERS (POOL)
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Der russische Außenminister verlangte in Stockholm von der Nato „Sicherheitsgarantien“. Die Lage ist ernst. Ein Biden-Putin-Gipfel soll sie entspannen.

Am Donnerstag war Stockholm, die schwedische Hauptstadt, der Nabel der Weltpolitik. Hinter verschlossenen Türen und flankiert von jeweils einem halben Dutzend Mitarbeiter trafen sich dort US-Außenminister Antony Blinken und sein russischer Amtskollege, Sergej Lawrow. Thema Nummer eins:  Der Konflikt in der Ukraine, der sich zuletzt schnell und gefährlich hochgeschaukelt hatte. Wie berichtet, alarmiert den Westen  ein russischer Truppenaufmarsch in Grenznähe.

Das Blinken-Lawrow-Gespräch fand am Rande des Jahrestreffens der Außenminister der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) statt, die wie in den Tagen des Kalten Kriegs (damals noch KSZE) wieder als eine der wenigen Dialogplattformen zwischen Washington und Moskau dient. Blinken warnte „Sergej“ – man duzt sich – in einem Pressestatement vor „ernsten Konsequenzen“, sollte Moskau sich gegen die Diplomatie und für die Konfrontation entscheiden. Erst am Mittwoch, beim Nato-Treffen in Riga, hatte der US-Chefdiplomat behauptet, Russland plane eine militärische Aggression gegenüber der Ukraine. Dafür gebe es „Beweise“. Und er hatte Moskau mit „hochwirksamen“ und noch nie da gewesenen Wirtschaftssanktionen gedroht, falls Russland in die Ukraine einmarschieren sollte. Nach Angaben aus Kiew hat Russland mehr als 90.000 Soldaten und schweres Gerät in Grenznähe gebracht.