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Gastkommentar

Das ist nicht zu akzeptieren!

Stoppt Gewalt an Frauen
Stoppt Gewalt an Frauen
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Schon 30 Frauenmorde gab es 2021 in Österreich. Häusliche Gewalt gegen Frauen ist keine Privatangelegenheit.

Erst wenn wir über den 25. November als „ehemaligen“ Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen sprechen, haben wir unser Ziel erreicht: ein gewaltfreies Miteinander. Allein 30 Frauenmorde in Österreich in diesem Jahr, eine hohe Zahl an Betretungsverboten und Wegweisungen sowie volle Frauenhäuser bringen die traurige Gewissheit, dass wir von diesem Ziel weiter denn je entfernt sind.

Das ist nicht zu akzeptieren!

Frauenmorde bilden in ihrer Brutalität und Unabänderlichkeit die erschütternde und in der Öffentlichkeit sichtbare Spitze des Eisbergs häuslicher Gewalt. So viele andere Facetten – wie psychische Gewalt oder körperliche Misshandlungen – bleiben hinter Wohnungstüren verborgen. Die Coronakrise hat das Problem verschärft. Umso wichtiger ist es, dass wir nicht wegschauen und weghören und alles daran setzen, Betroffene zu stärken und zu ermutigen. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist keine Privatangelegenheit, nur weil sie in den eigenen vier Wänden geschieht. Österreichs erste Frauenministerin Johanna Dohnal hat einst zutreffend von „Menschenrechtsverletzungen“ gesprochen, die eine Verantwortung des Staates nach sich ziehen. Diesem Verständnis folgend war Österreich das erste europäische Land, das ein Gewaltschutzgesetz erlassen hat, das 1997 in Kraft trat.