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Literatur

Das Swinging London ist passé

Barbara Pyms Roman „Quartett im Herbst“ befasst sich mit den Fährnissen des Alters.

Im Jahr 1967 war das Beatles-Album „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ erschienen, auf dem im Song „When I'm Sixty-Four“ Paul McCartney darüber rätselte, wie es ihm wohl in diesem Alter erginge. Davon wohl unbeeindruckt, verfasste zehn Jahre später Barbara Pym (1913 bis 1980) den Roman „Quartett im Herbst“, der sich ebenfalls mit den Fährnissen des Alters befasst.

Sie beschreibt darin vier Menschen, die mit über 60 Jahren in einem anonymen Büro tätig sind und privat in selbst gewählter Erstarrung ohne familiäre Kontakte schwelgen. Während der Arbeit gemeinsam einsam sind der nur an Autos interessierte Norman mit seinem 360-Grad-Grant, der religiös übereifrige Edwin, der Kirchenbesuche sammelt wie andere Leute Briefmarken, und die seit Jahrzehnten im Schatten ihrer Freundin Marjorie stehende Letty – sie alle wohnen in möblierten Zimmern auf Untermiete. Sowie die in ihrer Doppelhaushälfte mit Garten – beides leicht verwahrlost – lebende Marcia, die nach einer Krebsoperation für den Chirurgen Dr. Strong schwärmt.