Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Mein Geld

Über das Gehalt redet man nicht gern

Karl Schöndorfer
  • Drucken

Frage nach Einkommen wird als Tabuthema empfunden.

Wien. Wie viel verdienst du eigentlich? Nur zwei Drittel der Österreicher wissen, wie viel ihre Lebenspartner verdienen. 55 Prozent haben dem Partner oder der Partnerin von sich aus die Höhe ihres Gehalts mitgeteilt, elf Prozent haben aktiv danach gefragt. Das geht aus einer Marketagent-Umfrage im Auftrag der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu hervor.

Dabei ist man der Familie gegenüber diesbezüglich relativ auskunftsfreudig: Bei fünf von zehn Befragten sind Angehörige am besten über das Einkommen informiert, gefolgt von Freunden und Kollegen. Bei zehn Prozent weiß hingegen niemand im näheren Umfeld von der Gehaltshöhe.
Nur vier Prozent empfinden es als positiv, zu ihrem Einkommen befragt zu werden. Häufiger wird diese Frage als übergriffig sowie unangenehm wahrgenommen (zwölf Prozent). Einige fühlen sich sogar unsicher, ob offen darüber gesprochen werden darf bzw. kann (elf Prozent). 16 Prozent der Befragten sehen das Thema als Privatangelegenheit.
Doch setzt sich zunehmend die Meinung durch, dass mehr Gehaltstransparenz auch Vorteile hätte. 23 Prozent finden es schade, dass Gehalt noch immer ein Tabuthema ist, und wünschen sich Initiativen für mehr Gehaltstransparenz. Ein Fünftel gab an, dass Transparenz bei Gehaltsverhandlungen weiterhelfen würde.

Entscheidungsgrundlage

„Gehalt ist ein entscheidender Faktor für mehr Motivation und Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Um ein angemessenes und faires Gehalt abschätzen zu können, brauchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine umfassende, transparente Informationsbasis – auch als Entscheidungsgrundlage bei Gehaltsverhandlungen“, sagt Kununu-Chefin Nina Zimmermann.