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Mein Montag

Woran man erkennt, dass jemand Schwachsinn sagt

(c) imago images/U. J. Alexander (via www.imago-images.de)
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Über Stilmittel und Phrasen, die vor allem bei großem Unsinn eingesetzt werden.

Denkt mal drüber nach! Lesen Sie diese Phrase am Ende eines Postings auf Facebook, Twitter und Co., können Sie sich zu 99 Prozent sicher sein, dass es Schwachsinn ist. So wie auch, wenn jemand behauptet, dass man etwas ja gar nicht mehr sagen darf – und sich in genau diesem Moment schon selbst widerlegt, weil er es ja gerade gesagt hat. (Besondere Pointe: Wenn ein solcher Sager in der reichweitenstärksten Nachrichtensendung des Landes auf Sendung geht.) Wie auch immer, wenn man auf die richtigen Phrasen achtet, kann man recht schnell erkennen, dass man mit einer gewissen Skepsis an einen Beitrag herangehen sollte. Misstrauen ist auch angesagt, wenn jemand eine möglichst weit hergeholte und ins Verschwörerische gehende Frage formuliert und das am Ende mit „Ich stelle nur Fragen“ kommentiert. Ob dahinter vielleicht die kleinen grünen Männchen stecken, die jede Nacht in meinem Schlafzimmer erscheinen? So wie auch, wenn Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, mit einem fadenscheinigen Zusammenhang versehen werden – wenn man OMIKRON anders anordnet, wird daraus KINO ROM! Zufall? (Ja, auch der „Zufall“ ist eine Falle.)

Ein gutes Zeichen, um Unsinn ziemlich treffsicher zu erkennen, ist auch, wenn jemand VERSALSCHRIFT bemühen muss, um seinem Argument Gehör zu verschaffen. ABER DAS VERSCHWEIGT UNS DIE SYSTEMPRESSE WIEDER!!! So wie sich auch die Anzahl der Rufzeichen am Ende in der Regel indirekt proportional zum Gehalt des davorstehenden Satzes verhält. Zweifeln sollte man auch bei jedem Wort, an das Diktatur gehängt wird – ICH ESSE MEINE SUPPE NICHT!!! WIR LEBEN JA SCHON IN EINER SUPPENDIKTATUR!!! Merkt ihr selbst, ne? (Diese Frage nach einer Aussage ist übrigens auch eher selten ein Qualitätsmerkmal.)