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Quergeschrieben

Es braucht Besonnenheit statt einer Politik im Panikmodus

Die Politik sollte ihre Ankündigungen und Versprechungen einhalten.
Die Politik sollte ihre Ankündigungen und Versprechungen einhalten.(c) imago images/blickwinkel (McPHOTO/C. Ammering via www.imago-images.de)
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Eine Krise bewältigt man nicht mit Zwang, chaotischen Schnellschüssen und dem Aufbau von Feindbildern, sondern mit gründlichem Nachdenken und Augenmaß.

Kürzlich erhielt ich einen nachdenklichen Leserbrief eines Bauern aus Niederösterreich. Er erkenne seine Heimat nicht wieder, schrieb er. Früher gab es eine starke Dorfgemeinschaft, einer half dem anderen, man feierte gemeinsam, trauerte gemeinsam. Man blickte optimistisch in die Zukunft, mit der Gewissheit, alle Herausforderungen meistern zu können. Und ja, natürlich gab es auch Streit und Konflikte, aber die gewannen nie die Oberhand. Und heute? Nachbarn gingen einander aus dem Weg, Familien seien heillos zerstritten. Die Jugend werde zunehmend hoffnungslos, viele Menschen hätten Existenzängste.

Man fragt sich tatsächlich: Was ist in diesem Land in den vergangenen Monaten geschehen? Ist es wirklich allein die Angst vor einem Virus, die uns so verändert hat? Muss es so sein, dass Menschen, die Angst haben, aufeinander losgehen? Muss es sein, dass jede Menschlichkeit, das Verständnis für die Ängste und Sorgen des anderen, verloren gehen?