Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Impfkritik

Kogler bezeichnet Kickls und Belakowitschs Aussagen als "völlig unverantwortlich"

FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte Entwurmungsmittel zur Behandlung von Covid-19 empfohlen.
FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte Entwurmungsmittel zur Behandlung von Covid-19 empfohlen.APA/HERBERT PFARRHOFER
  • Drucken

FPÖ-Chef Herbert Kickl und Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch haben sich in den vergangenen Wochen immer wieder impfkritisch geäußert. Vizekanzler Werner Kogler übt scharfe Kritik.

Vizekanzler Werner Kogler kritisiert den Corona-Kurs der FPÖ. Die Aussagen etwa von FPÖ-Chef Herbert Kickl und der Abgeordneten Dagmar Belakowitsch seien "unerträglich" und "völlig unverantwortlich", sagte er laut einer Vorab-Meldung in einem PULS 24-Interview, das am Dienstagabend ausgestrahlt wird. Kickl selbst nannte Belakowitschs Impfschaden-Sager unterdessen "verunglückt".

Die FPÖ-Abgeordnete und Ärztin hatte im Rahmen der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am vergangenen Samstag erklärt, es seien "nicht die bösen Ungeimpften", die die Spitäler füllen, sondern "ganz ganz viele Geimpfte, die aufgrund eines Impfschadens behandelt werden müssen".

Das sei "aus der Emotion heraus vielleicht verunglückt" gewesen, meinte Kickl im "krone.tv"-Interview". "Ich habe mit ihr gesprochen, sie meinte auch die Zahl der Impfdurchbrüche", versuchte der FPÖ-Chef zu erklären - und nutzte die Gelegenheit einmal mehr, um die Regierung, deren Corona-Politik sowie die geplante Impfpflicht scharf zu kritisieren.

Kogler übt indessen scharfe Kritik an Belakowitsch: Er sprach angesichts ihrer Aussagen von "faktenbefreitem Unsinn, der für das Kollektiv genauso lebensbedrohlich wird". Und auch was immer "der Herr Kickl immer erzählt" sei "lebensbedrohlich". "Mittlerweile sterben ja tatsächlich Leute daran, weil sie den Medikamentenvorschlägen des Herrn Kickl folgen", so der Vizekanzler. Er bezog sich laut "PULS24"-Vorausmeldung dabei auf die unter anderem von Kickl wiederholt empfohlene Nutzung des Entwurmungsmittel "Ivermectin", von dessen Einsatz bei einer Corona-Erkrankung sogar der Hersteller selbst warnt.

"Wären die nicht politisch immun, würden die aus meiner Sicht wegen gemeingefährlicher Kurpfuscherei aus dem Verkehr gezogen werden müssen", so Kogler. "Es ist unerträglich und es ist völlig unverantwortlich, was hier abgeht."

(APA)