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Coronavirus

Ende des Lockdowns: Welche Bundesländer wann aufsperren

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Im Burgenland, Tirol und Vorarlberg sperren Hotellerie und Gastro am Sonntag auf. Ab 17. Dezember folgen Niederösterreich, Salzburg, die Steiermark, Oberösterreich sowie Wien. Bundesweit gelten Maskenpflicht, eine Sperrstunde um 23 Uhr und der Lockdown für Ungeimpfte.

Der Corona-Gipfel bringt ein regional unterschiedliches Vorgehen. Fix ist: Der Lockdown geht für Ungeimpfte nahtlos in allen Bundesländern weiter. Zudem hat man sich auf „Mindeststandards“ geeinigt, wie Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) bei der Pressekonferenz nach den Gesprächen sagte. Die Länder können je nach Bedarf strenger vorgehen. Einzelne - wie Wien - hatten ja bereits im Vorfeld angekündigt, zumindest Teilbereiche erst später zu öffnen. Neben den genannten Bundesländern noch nicht entschieden ist das Vorgehen Kärntens.

Die "Mindeststandards" erblauben es den Ländern, nach dem Lockdown-Ende wieder alle Bereiche (Handel, Dienstleister wie Friseure, Gastronomie, Tourismus, Kultur, Sport) für Geimpfte und Genesene zu öffnen - allerdings mit Schutzmaßnahmen. Betreten werden können diese Bereiche nur mit 2G-Nachweis. In der Gastronomie gilt grundsätzlich eine Sperrstunde um 23 Uhr, die Nachtgastronomie bleibt zu, erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) nach den Gesprächen. Es gelte sicherzustellen, dass für jeden ein Intensivbett zur Verfügung steht, betonte der Minister einmal mehr. Die Zahlen in den Spitälern seien nach wie vor hoch, warnte der Ressortchef.

Was in den Bundesländern gilt

Während das Burgenland, Tirol und Vorarlberg ab Sonntag komplett öffnen, sperren in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe erst am 17. Dezember auf. An diesem Tag geht wohl auch Oberösterreich aus dem Lockdown. In Wien bleibt die Gastro wie angekündigt bis 20. Dezember zu. Noch nicht entschieden ist das Vorgehen Kärntens.

Generell endet am Samstag nach drei Wochen der Lockdown für die Geimpften und Genesenen, haben Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) schon am Dienstag bekannt gegeben.

Sportbereiche dürfen (sowohl In- als auch Outdoor) mit 2G-Nachweis genutzt werden, die FFP2-Maskenpflicht entfällt bei der unmittelbaren Sportausübung. Davon betroffen sind u.a. auch Fitnessstudios. Weiterhin zu bleiben die Nachtgastronomie sowie Apres-Ski-Lokale.

Details zur Impfpflicht am Donnerstag

"Das Virus verschafft uns eine Atempause", sagte Nehammer bei der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel Mittwochmittag. Man dürfe nicht vergessen, dass das Virus unberechenbar ist, darum habe man Mindeststandards verabschiedet.

"Wir müssen aus dem Kreislauf des Öffnens und Schließens raus", sagte Mückstein. Der einzige Weg, dies zu schaffen, sei die Impfung. Er kündigte an, Donnerstagmittag Details zur Impfpflicht bekannt geben zu wollen. Die viel kritisierten Aussagen von FPÖ-Politikern bei den Anti-Coronamaßnahmen nannte der Gesundheitsminister einen "Angriff auf die Demokratie“. Er ersuchte die FPÖ, sofort damit aufzuhören. 

Kritik aus der Branche an Wiener Öffnungsschritten

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat bereits am Dienstag angekündigt, dass in Wien kommende Woche nur der Handel aufgeht, Gastronomie und Hotellerie noch bis 20. Dezember warten müssen. Kritik der Branchen daran wischte er Mittwochfrüh vom Tisch: "Wien wird den Weg der Konsequenz und Sicherheit weiter gehen." Alle Experten würden zu schrittweisen Öffnungen raten. Er verstehe zwar den Wunsch, dass man die Gastronomie schnell öffnet, aber man solle nicht alles gleichzeitig aufsperren.

Angesichts der anhaltenden Pandemie hat man sich darauf geeinigt, dass der Wiener Opernball 2022 erneut nicht statfinden wird.

 

(APA/her)