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Lockdown-Ende

Oberösterreich öffnet am 17. Dezember alle Bereiche, Kärnten geht gestaffelt vor

In Wien dürfen die Christkindlmärkte doch schon am 12. Dezember öffnen. Speisen und Getränke dürfen aber noch nicht vor Ort konsumiert werden.
In Wien dürfen die Christkindlmärkte doch schon am 12. Dezember öffnen. Speisen und Getränke dürfen aber noch nicht vor Ort konsumiert werden.(c) Getty Images (Thomas Kronsteiner)
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Kärnten öffnet kommenden Montag den Handel, die Gastronomie am Freitag darauf. Wien öffnet Handel und Kultur doch schon am 12. Dezember.

Am Donnerstagnachmittag gaben die beiden noch säumigen Bundesländer Kärnten und Oberösterreich ihre Pläne zum Ende des Lockdowns und die damit verbundenen Öffnungsschritte bekannt. Davor fanden in den Ländern noch Beratungen mit Experten statt.

Oberösterreich öffnet mit 17. Dezember sowohl den Handel, als auch Gastronomie, Hotellerie, körpernahe Dienstleister, Kultur und Sport im Rahmen der Vorgaben, die der Bund als Richtschnur gegeben hat. Die Nachtgastronomie bleibt zu. Das gab Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Donnerstag nach Beratungen mit Experten, Städte- und Gemeindebund sowie den Sozialpartnern bekannt.

Die aktuelle Prognose des Simulationsforschers Niki Popper für das Land habe ergeben, dass es kaum etwas bringe, die Öffnungsschritte zu staffeln, so Stelzer. Er warnte vor Einkaufstourismus in andere Bundesländer. Dieser sei "nicht nur verboten, sondern auch unpatriotisch und unsolidarisch".

Kärnten öffnet ab Montag schrittweise

In Kärnten öffnen mit kommendem Montag alle Bereiche im Handel sowie in der Event- und Freizeitbranche unter Einhaltung der 2-G-Regel. Wie in der Steiermark, in Niederösterreich und Salzburg bleiben aber Gastronomie und Beherbergungsbetriebe länger zu als es der Bund vorgibt: Eine Öffnung ist erst ab dem 17. Dezember vorgesehen.

Gemeinsam mit Experten sei man zu dem Ergebnis gekommen, die Öffnungsschritte zu "entzerren", sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei einer online übertragenen Pressekonferenz. Die aktuellen Zahlen bieten keinen Grund für eine "große Öffnungseuphorie", formulierte es Kaiser. An oberster Stelle würde der Schutz der Menschen stehen, dem habe man die wirtschaftliche Prosperität untergeordnet. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, es war abzuwägen zwischen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken und Folgen. Wissend, dass das nicht überall auf Zustimmung stoßen wird." Der Höchststand an Corona-Intensivpatienten sei bei 64 gelegen, mit Stand Donnerstag halte man noch immer bei 58.

Wien öffnet schon am 12. Dezember Handel und Kultur

Ein neues Datum kam unterdessen aus Wien: Die Bundeshauptstadt beendet den Lockdown - zumindest teilweise - bereits am 12. Dezember. Das teilte ein Sprecher von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Donnerstag mit. Am kommenden Sonntag dürfen somit Kultur- und Sporteinrichtungen sowie Dienstleister wieder aufsperren. Auch jene Teile des Handels, die am Sonntag üblicherweise offen haben, dürfen dies tun. Das gilt etwa für die Christkindlmärkte.

Zuletzt war der 13. Dezember, also der Montag, als jener Tag genannt worden, an dem die Ausgangsbeschränkungen - zumindest zum Teil - nicht mehr gelten. Der bundesweite Lockdown endet jedoch bereits am Samstag. Wien hätte eine eigene Verordnung erlassen müssen, wenn man bis Sonntag hätte verlängern wollen.

Jedenfalls noch geschlossen bleibt die Gastronomie und Hotellerie. Lokale und Hotels können in der Bundeshauptstadt erst ab 20. Dezember wieder besucht werden.

Vorarlberg berät noch über Modalitäten

In Vorarlberg, wo ab 12. Dezember im großen Stil geöffnet werden soll, standen Donnerstagvormittag die begleitenden Bestimmungen für die Gastronomie noch nicht endgültig fest. So werde etwa über die zulässige Gruppengröße pro Tisch beraten, bestätigte das Büro von Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) einen entsprechenden Ö1-Bericht. Auch in Bezug auf die Besucheranzahl bei Veranstaltungen könnte es noch Einschränkungen geben. Eine Entscheidung sollte noch am Donnerstag fallen.

(APA)