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Leitartikel

Impfpflicht? Das hätten wir alles auch einfacher haben können

(Symbolbild)
(Symbolbild)(c) APA/dpa/Christoph Soeder (Christoph Soeder)
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Mit Maßnahmen im Sommer hätte die Regierung Lockdown und Impfpflicht für alle abwenden können. So bleibt eine Anleitung zum Unglücklichsein.

"Ich weiß, dass viele von Ihnen auf den sogenannten Totimpfstoff warten. Wir hoffen, dass es hier in nächster Zukunft – nämlich noch vor Inkrafttreten dieser Impfpflicht – auch tatsächlich eine Zulassung gibt“, sagte ÖVP-Verfassungsministerin Karoline Edtstadler am Donnerstag. „Warten Sie bitte nicht auf einen neuartigen Impfstoff!“, appellierte hingegen der neben ihr stehende grüne Gesundheitsminister, Wolfgang Mückstein. Mehr muss man über die gemeinsame Kommunikation der Regierung nicht wissen.

Immerhin haben beide Minister gemeinsam, dass sie sich bei der Impfpflicht, deren Entwurf sie am Donnerstag vorstellten, um 180 Grad gedreht haben. Auch Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger hat ihre Meinung geändert und war bei der Präsentation mit dabei. SPÖ-Obfrau Pamela Rendi-Wagner nicht, obwohl sie ebenfalls für den Entwurf ist. Ihre PR-Strategie ist aber schon länger das Einzige, was noch rätselhafter ist als die vielen Mutationen des Coronavirus. Ab Februar jedenfalls soll dieses Virus mit einer Impfpflicht bekämpft, ab Mitte März sollen Strafen an Verweigerer verschickt werden. Aber ist diese Maßnahme nötig und sinnvoll?