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Europa League

Rapid siegt in Genk und überwintert international

Rapid jubelt
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Die Hütteldorfer fuhren in Genk mit einem 1:0 den notwendigen Sieg ein und spielen damit wie der Lask in der Conference League weiter. Erstmals seit 1983/84 steigt das Europacup-Frühjahr mit drei heimischen Klubs.

Genk/Wien. „Der Rasen wird brennen“, hatte Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer vor dem grün-weißen Endspiel in Genk angekündigt. Ein Sieg beim belgischen Vizemeister war für die Hütteldorfer Pflicht, um sich noch Platz drei in der Europa-League-Gruppe und damit den Umstieg in die Conference League für das Frühjahr zu sichern. In seinem zweiten Pflichtspiel stellte der neue Rapid-Coach auf ein 4-2-3-1-System um, und bot im Vergleich zum 1:1 im Wiener Derby Thorsten Schick anstelle von Taxiarchis Fountas in der Startelf auf.

Rund 11.000 Zuschauer, darunter 150 Rapidler, fanden sich auf den Rängen der Cegeka Arena ein, in Belgien würden 3G-Regel und Maskenpflicht sogar volle Stadien ermöglichen. Rapid versteckte sich auf fremden Boden jedenfalls nicht, ging diesmal von der ersten Minute an konzentriert und aggressiv zu Werke. Marco Grüll mit einem Weitschuss (16.) und Ercan Kara aus spitzem Winkel (18.) unterstrichen die offensiven Ambitionen, als sie Genk-Torhüter Maarten Vandevoordt prüften. Ein Ballgewinn am eigenen Strafraum ebnete den Weg zu Führung: Nach Lochpass auf Schick legte dieser für den mitgelaufenen Robert Ljubicic quer – 1:0 (29.). Es wäre eine Halbzeit nach Maß gewesen, hätte Kara nach einem Zweikampf nicht angeschlagen vom Platz müssen (40.). Für ihn kam Oliver Strunz, der 21-Jährige stürmt sonst für die zweite Mannschaft.

Dem Ansturm standgehalten

Von Genk war nicht viel zu sehen, auch weil Bernd Storck bei seinem Trainerdebüt 2,01-m-Stürmer Paul Onuachu, der im Hinspiel das Siegtor erzielt hatte, erst nach der Pause brachte. Tauchten die Belgier in der ersten Hälfte nur einmal (Kristian Thorstvedt daneben 39.) gefährlich vor dem Rapid-Tor auf, sollte sich das nach Wiederanpfiff ändern. Onuachu (51.) und Thorstvedt (55.) prüften Goalie Paul Gartler.

Rapid wurde zunehmend in die Defensive gedrängt, obwohl Feldhofer sich mit der Hereinnahme von Koya Kitagawa für den blassen Christoph Knasmüllner wohl eigentlich mehr offensive Akzente vorgestellt hatte. Die jugendliche Innenverteidigung – mit Emanuel Aiwu und Martin Moormann von zwei 20-Jährigen gebildet – hielt allerdings auch der finalen Abwehrschlacht stand, für Nervenkitzel sorgte Gartler mit einem beinahe verunglückten Dribbling (80.) und einer Glanztat gegen Luca Oyen (82.). Am Ende brachten die Hütteldorfer den 1:0-Sieg über die Zeit, als Lohn gibt es neben 630.000 Euro Prämie eben als Gruppendritter hinter West Ham und Dinamo Zagreb zumindest zwei weitere Europacup-Spiele im neuen Jahr.

Rapid steigt vor Lask ein

Rapid spielt nun wie der Lask in der Conference League weiter, gemeinsam mit Salzburg (siehe oben) spielen erstmals seit 1983/84 wieder drei österreichische Teams auch im Frühjahr im Europacup. Während die Linzer mit dem 3:0 gegen Helsinki als ungeschlagener Gruppensieger im Achtelfinale stehen, muss Grün-Weiß bereits in der Zwischenrunde (17./24. Februar) gegen einen Zweitplatzierten antreten. Die Auslosung erfolgt am Montag, als ungesetztes Team sind Maccabi Tel Aviv, Partizan Belgrad, Bodö/Glimt, Randers, Slavia Prag, Paok Saloniki, Tottenham oder Karabach Gegner. Verabschiedet hat sich Sturm Graz mit einem 1:1 gegen AS Monaco.

(swi)