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Management

Daten und Geld: „Es gibt Schätze, die oft nicht bewacht werden“

Markus Knasmüller,BMD Systemhaus
Markus Knasmüller,BMD Systemhaus(c) GABOR BOTA
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Sicherheit ist für Unternehmen ein Muss. Gerade beim Datendiebstahl fehle es oft am Unrechtsbewusstsein, sagt BMD-Chef Markus Knasmüller.

Die Masche beim „Fake President Fraud“ ist mittlerweile bekannt: Betrüger geben sich als Mitglied der Chefetage aus und drängen Mitarbeiter per Mail, (viel) Geld rasch und ohne Aufhebens auf das Konto einer (ausländischen) Firma zu überweisen. Der Trick verfängt. Ebenso gelingt es Betrügern, Viren über Mails einzuschleusen, Datenbestände zu sperren und dafür Lösegeld zu verlangen.

Kriminelle Bedrohung und Machinationen kommen aber in vielen Fällen auch von innerhalb des Unternehmens, sagt Markus Knasmüller. Der promovierte Informatiker ist seit 2018 Geschäftsführer des BMD Systemhaus. Das 1972 gegründete Unternehmen, für das Knasmüller seit 1997 arbeitet, entwickelt Business-Software, speziell für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Und diese Bedrohungen lösen unter Umständen eine Haftung der Geschäftsführung aus. Weshalb es sich lohnt, genauer hinzusehen.

Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung etwa lassen sich mit der Benford-Analyse feststellen. Sie arbeitet mit der Gesetzmäßigkeit, dass Zahlen mehr als sechsmal so häufig mit 1 als mit 9 beginnen. Jede andere Verteilung, etwa in einem Datensatz über Geldbeträge, ist verdächtig. „Unternehmen sollten ihre Bücher nach dieser Methode überprüfen, um Malversationen festzustellen.“ Die Finanzbehörden tun es jedenfalls und decken so regelmäßig manipulierte Daten auf.