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Wissenschaft & Forschung

Forschungskarriere: Wer gute Ideen einbringt, ist berufungsfähig

Der Teilchenphysiker Christof Gattringer ist Präsident des Wissenschaftsfonds FWF.
Der Teilchenphysiker Christof Gattringer ist Präsident des Wissenschaftsfonds FWF.(c) Stefan Fürtbauer
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Eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen ist mitunter kein ganz einfacher Weg. Forscher sind auch in den Unternehmen gefragt. Für Postdocs gibt es ein neues Förderprogramm, sagt FWF-Präsident Christof Gattringer.

Rund 130.000 Menschen sind in Österreich in der Forschung und Entwicklung tätig. Knapp zwei Drittel von ihnen arbeiten in Unternehmen, gut 42.000 als wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeitende an Universitäten, die übrigen sind für Fachhochschulen oder andere Forschungseinrichtungen tätig.

Über eine Karriere in der Wissenschaft sagt Christof Gattringer: „Es ist kein ganz leichter Weg zur permanenten Stelle.“ Gattringer ist Präsident des Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung), der zentralen Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung – gleich in welcher Disziplin.

Das Doktorat jedenfalls ist Voraussetzung für alle, die in die akademische Forschung drängen. Danach empfiehlt sich eine Postdoc-Phase mit mindestens einer Station im Ausland. „Nach fünf bis acht Jahren ist man so weit, um interessant für eine Berufung zu sein“, sagt Gattringer. Bevor er 2005 Professor für Teilchenphysik an der Universität Graz und später Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung wurde, forschte er unter anderem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. „Um für eine Professur berufbar zu sein, braucht man innovative Ideen, die mit der eigenen Person assoziiert werden.“

„Am Höhepunkt der Schaffenskraft"

Um Postdocs zu unterstützen, von denen Gattringer sagt, dass sie „hoch motiviert, extrem leistungsfähig und am Höhepunkt ihrer Schaffenskraft sind, wichtige Beiträge zur Forschung leisten“, allerdings auch „schlechter vernetzt sind, weil sie zeitlich begrenzt beschäftigt sind“, hat das FWF heuer das Förderprogramm ESPRIT eingeführt. Die ersten 18 Forschenden, die Hälfte von ihnen sind Frauen, werden mit durchschnittlich 300.000 Euro unterstützt. Denn, sagt Gattringer, man müsse herausragende Wissenschaftler halten oder (wieder-)gewinnen, um den Forschungsstandort Österreich zu sichern: „Sie übernehmen vielversprechende Professuren in den nächsten Jahren.“