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Quergeschrieben

Covid-Regel: Gut für Personal in Spitälern, schlecht für Patienten

APA/BARBARA GINDL
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Die Pandemie erzwingt eine weitere schwere Entscheidung: Was ist wichtiger, der Schutz der Beschäftigten oder der psychische Zustand der Kranken?

Trigger. Das ist seit einigen Jahren ein häufig verwendeter Anglizismus. Zu Unrecht übrigens. Denn wenn jemand neuerdings „getriggert“ wird und daher auf ein Ereignis, ein Wort, ein Bild, einen Geruch emotional und heftig reagiert, so kann auch von dem „Auslöser“ einer heftigen Reaktion gesprochen werden. Klingt weniger dramatisch, meint jedoch das Gleiche.

Aber kann man von einer Covid-Notmaßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums „getriggert“ werden? Offenbar schon. Eine löste nämlich die Erinnerung an ein Gespräch aus. Ein prominenter Journalist, immer wieder mit einer schweren Krankheit kämpfend, teilte im Wiener AKH mit einem ebenfalls schwer kranken, aber jüngeren Kollegen das Zimmer. Der Jüngere schaffte es nicht. Auf die Frage, was den Unterschied zwischen Bewältigung und Zerbrechen ausmache, antwortete der Ältere sinngemäß: Ich bin umgeben von Familie und Freunden, er nicht.