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Gastkommentar

Straflosigkeit und das moderne Erinnern

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Der Friedensnobelpreis für die Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow erinnert daran, dass Menschenrechte universell sind.

Journalisten haben am Freitag den Friedensnobelpreis erhalten. Doch das war einer jener Nobelpreise, die ebenso traurig stimmen, wie sie ein Gefühl des Sieges bringen. Er erinnerte daran, wie sehr Journalisten weltweit bedroht werden – und wie schwer wir uns tun, jenen beizustehen, die unsere Berichterstattung zu schützen helfen soll. Wir leben in einer grausamen Paradoxie: Von Belarus bis Burma, von Syrien bis Sri Lanka haben wir mehr Beweise denn je zuvor für Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Beweise für Folter, chemische Angriffe, Fassbomben, Vergewaltigung, Unterdrückung und willkürliche Festnahme. Doch diese Beweise schaffen es kaum, Aufmerksamkeit zu erregen, geschweige denn Folgen nach sich zu ziehen. Wie kam es dazu? Was kann man dagegen tun?

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Im Kalten Krieg war das anders. Damals schien es einen Zusammenhang zu geben zwischen der Verhaftung eines sowjetischen Dissidenten und einem größeren geopolitischen, moralischen, kulturellen, historischen Kampf um die Seele der Geschichte. Und das gab uns in den Demokratien ein gutes Gefühl, war Teil unserer Identität: Wir sind auf der Seite der Freiheit gegen die Tyrannei.