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Streamingtipps

Fantasy: Mehr als Orcs und Schlachtengetümmel

„Hilda“: Übernatürliches ist diesem unerschrockenen Kind vertraut.
„Hilda“: Übernatürliches ist diesem unerschrockenen Kind vertraut.(c) Netflix
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Spätestens seit „Game of Thrones“ zum Phänomen wurde, boomt das Fantasy-Genre. Unsere Streamingtipps am Sonntag zeigen, was es zu bieten hat: Von britischem Humor über famose Kinder- und Jugendserien – bis hin zum Marvel-Helden aus Asgard.

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Loki

Gott des Schabernacks auf Zeitreise
Zu sehen auf Disney+

„Loki“ ist nicht Fantasy im klassischen Sinne. Denn darunter versteht man meist „High Fantasy“: Also epische Erzählungen in mittelalterlichen Welten voller Helden mit hohen moralischen Maßstäben. Bei „Loki“ bedient sich die Erzählfabrik Disney – wie bei Doctor Strange – des Fantastischen. Und unterzieht es einer Modernisierung, was Marvels Superhelden-Universum wiederum eine originellere Note verleiht. Grundsätzlich bringt die Figur ja einen mythologischen Fantasy-Hintergrund mit – ist sie doch Adoptivsohn des nordischen Göttervaters Odin und selbst Gott des Schabernacks.

Doch die Serie spielt nicht in Asgard. Stattdessen wird Loki hier von der ominösen „Time Variance Authority“ in eine Art Untergrundbehörde im Sechziger-Jahre-Stil verschleppt. Denn der beliebte Antiheld ist (auch) eine Gefahr für die „heilige Zeitachse“, die von Zeitreisen zerfranst wird. Ein Scherz mit Metaebene: Wer gefährdet die „dominante Zeitachse“ im Comic-Universum mehr als die Drehbuchschreiber mit all ihren Neudeutungen und Umdichtungen? Vordergründiger lustig ist die von Tom Hiddleston mit Verve verkörperte Titelfigur. Die Serie lebt vor allem von der Dynamik zwischen ihr und ihren Gegenspielern und Kompagnons (Owen Wilson, Sophia Di Martino). Und von der Frage: Wer trickst gerade wen aus? (her)

Shadow and Bone

Zauberei und Selbstfindung, 2021
Zu sehen bei Netflix

Wenn man in diesem Land, dessen Zwiebeltürme und Moden vom Russland des frühen 19. Jahrhunderts inspiriert sind, reisen will, muss man die Schattenflur durchqueren, in deren Nebel todbringende Monster lauern. Alle warten daher auf eine Sonnenkriegerin, die der Legende nach die Schattenflur vernichten soll. Leigh Bardugos erzählt in ihrer Romanvorlage, der Grisha-Trilogie, die Selbstfindungsgeschichte der jungen Soldatin Alina, deren Zauberkräfte das Interesse eines Schattenbeschwörers wecken, der sie manipuliert. Ein Fantasy-Stück über Freundschaft, Liebe, Verrat – und über eine Gang Kleinkrimineller mit Ziege. Diese soll den Monstern der Schattenflur als Leckerli dienen – wenn sie nur nicht so niedlich wäre! Staffel zwei ist für 2022 angekündigt. (i.w.)

Hilda

Riesen und Elflinge – entzückend!
Zu sehen bei Netflix

„Was wäre das Leben ohne ein Abenteuer?“ So fragt Hilda ihren kleinen Begleiter Hörnchen, mit dem sie gerade vor einem Troll geflüchtet ist. Die Erde bebte von seinen schweren Schritten, er verfolgte das blauhaarige Mädchen bis zu seinem Häuschen im Wald. Und wollte doch nur Hilfe. Übernatürliches ist diesem unerschrockenen Kind vertraut: In ruhigen Bildern erzählt die Serie für Kinder ab etwa sieben Jahren von Geistern, umherirrenden Riesen und Elflingen, die das Haus verwüsten und für alles einen Vertrag aufsetzen wollen. Entzückend – und weit weg von den oft hysterischen zeitgenössischen Kinderserien. Die Grundlage liefert eine Graphic-Novel-Reihe von Luke Pearson. Ende Dezember startet dann auch ein zugehöriger Film auf Netflix. (rovi)

Good Omens

Armageddon – aber mit Witz
Zu sehen bei Amazon

Eigentlich sollten sie ja verfeindet sein. Aber Dämon Crowley (David Tennant) und Engel Erziraphael (Michael Sheen), die Gesandten von Hölle und Himmel, haben viel Zeit auf der Erde verbracht. Sie diskutierten die Sintflut, die der Dämon ein wenig übertrieben fand. Prosteten einander im antiken Rom zu. Und fanden Gefallen an irdischen Vergnügungen, weshalb sie nun gemeinsam das jüngste Gericht verhindern wollen. Die herrlich britische Miniserie rund um den Kampf zwischen Gut und Böse, basierend auf einem Kultbuch von Terry Pratchett und Neil Gaiman, überzeugt vor allem durch ihren Witz. Eine zweite Staffel steht in den Startlöchern. (rovi)

The Dragon Prince

Coming-of-Age im Drachenland
Zu sehen auf Netflix

Einst war Xadia ein Riech, wo Drachen, Elfen, Menschen friedlich lebten. Dunke Magie entzweite sie. Nun müssen zwei Prinzen und eine Elfin das letzte Drachenei behüten, um Schlimmeres zu verhindern. Einer der Köpfe hinter der Kultserie „Avatar“ hat dieses Fantasy-Epos für junges Publikum mitentwickelt, was man an der erzählerischen Reife und Ernsthaftigkeit merkt. Die vierte Staffel ist in Arbeit. (and)

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