Die Kalifornierin Nancy Singleton Hachisu lebt auf einer Farm in Japan und setzt sich dort für den Erhalt traditioneller Kochpraktiken ein.
Diesmal ist sie mit leichtem Gepäck unterwegs: Nur 40 Kilogramm auf vier, fünf Taschen verteilt. Bei ihrer ersten Buchtour durch die USA schleppte Nancy Singleton Hachisu überhaupt immer acht Koffer mit sich herum. Bei jeder einzelnen Lesung fertigte sie vor Publikum Tofu — von der Bohne weg. Außerdem gab es für jeden Auftritt einen knappen halben Kilo Reis von den Feldern ihres Mannes für die Schauküche.
Am Wiener Flughafen kam sie mit ein paar Flaschen Mirin, Essig, Sojasauce, Fischsauce und Bentō-Boxen an. Sie blieb für ein paar Tage für ein Pop-up vergangene Woche mit Igor Kutznetsov vom Restaurant Noble Savage am Salzgries. Gemeinsam stellten sie Bentō-Boxen mit Gerichten wie „Daikon no sunomono“ (mit Essig eingelegter roter Daikon mit getrockneter Kaki), „Yuzu koshō chikin“ (Hühnerbrust mit roter Yuzu-koshō-Aioli) oder „Kurogoma onigiri“ (Reisbällchen mit Schwarzem-Sesam-Salz) zusammen.