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Pizzicato

Land des Nehammer, zukunftsreich

Als Formel-1-Weltmeister ist es wie als Dichter: Man muss nur in den richtigen Vers tappen.

Dichter Nebel ist hingegen trotz aller Liebe zur Poesie auf der Rennstrecke ungern gesehen.

Der Sieg für Red Bull und damit für Österreich zeigt aber, in welcher Aufbruchstimmung das Land ist, seit mit Karl Nehammer ein neuer Kanzler regiert. Erfolge im Skifahren sollten sich ebenfalls einstellen, wenngleich man in Österreich nun wieder weniger auf den Schallenberg abfährt. Unsere Kicker aber können mit dem Ball so gut umgehen, dass Innenminister Gerhard Karner für sie sogar ein Toll-Fuß-Museum errichten möchte. Allerdings braucht es dafür einen differenzierten Umgang mit der jüngeren Geschichte. Dass der Mentaltrainer von Red Bull Salzburg die Gegner des FC Sevilla jüngst als „spanische Wichser“ tituliert hat, geht etwa gar nicht. Schließlich sollten Stiere gerade Spanier nicht provozieren, weil sie sonst ein rotes Tuch für sie sind. Aber vielleicht war – wie auch so oft in der Politik – alles nur ein Missverständnis und der Bullen-Trainer wollte bloß die „spanischen Trickser“ anpreisen.

Ein ganz großer ist der Magnus: Er wurde in der Vorwoche sowohl Finanzminister als auch Schachweltmeister. Noch mehr jubeln können nur die Universitäten. Ihre finanziellen Nöte haben ein Ende, künftig zahlen sie einfach mit dem Polascheck.


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