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Diplomatie

Kurz-Beraterin soll Botschafterin in Paris werden

Als Außenpolitik-Expertin stets an der Seite von Ex-Kanzler Kurz: Barbara Kaudel-Jensen.
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Der Ministerrat soll am Mittwoch die neue Botschafterliste absegnen. Wenn die Grünen zustimmen. Ex-Außenmnister Linhart ist für Berlin vorgesehen und die Leiterin der Europasektion im Kanzleramt, Barbara Kaudel-Jensen, für Paris.

Das Botschafter-Rad dreht sich. Eine Auswahl-Kommission hochrangiger Diplomaten hat die Liste der Neubesetzungen abgesegnet. Am Dienstagabend sollten Vertreter der Koalitionsparteien einen letzten Blick darauf werfen, um das Personaltableau am Mittwoch dem Ministerrat vorzulegen. Sollten die Grünen Einwände erheben, könnte es noch zu Verzögerungen kommen.

Gegen Michael Linhart werden sie wohl nicht opponieren. Der Kurzzeit-Außenminister hat bereits öffentlich kundgetan, dass er gern Botschafter in Berlin wäre. Den Posten in Paris, den der Vorarlberger vor zwei Monaten für den Chefposten im Außenamt aufgegeben hat, soll nach Informationen der „Presse“ Barbara Kaudel-Jensen übernehmen. Die Absolventin der französischen Kaderschmiede ENA war jahrelang europa- und außenpolitische Beraterin von Ex-Kanzler Sebastian Kurz und zugleich Leiterin der Europa-Sektion im Kanzleramt. Beide Funktionen hat die Grazerin noch inne. Am Donnerstag wird sie Nehammer als Sherpa zum Gipfel nach Brüssel begleiten. Sie soll auch noch ein paar Monate an seiner Seite bleiben, bevor sie nach Frankreich übersiedelt.

Vorgesehen als Nachfolger von Peter Huber in Berlin war ursprünglich Christian Ebner, der früher einmal Kabinettschef des damaligen Außenministers Sebastian Kurz gewesen ist und die vergangenen vier Jahre in Madrid verbracht hat. Er ist nun für Belgrad vorgesehen. Berlin wäre lukrativer gewesen. Denn die dortigen Botschafter gehören der höchsten Gehaltsstufe an.