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Interview

Valie Export: „Das hat der ORF nicht gewagt“

"Selbstportrait mit Kopf", 1966/67, Kurzfilm von VALIE EXPORT.
"Selbstportrait mit Kopf", 1966/67, Kurzfilm von VALIE EXPORT.(c) VALIE EXPORT / Filmmuseum
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Bis 22. 12. zeigt das Filmmuseum VALIE EXPORTS Bewegtbildwerk. Mit der „Presse“ spricht die 81-jährige Medienkünstlerin über ihre Experimente im ORF – und darüber, wie sie einst den Ort der heutigen Retrospektive besetzte.

Ohne VALIE EXPORT (die Versalien sind Künstlernamen-Pflicht) wäre die feministische Medien- und Performancekunst Österreichs vielleicht nie in die Gänge gekommen. In den 1960er-Jahren wurde die gebürtige Linzerin mit provokanten Aktionen wie dem „Tapp- und Tastkino“, bei dem Passanten durch eine Schachtel ihre nackten Brüste berühren durften, berühmt – und anfangs stark dafür angefeindet.

Heute ist der internationale Einfluss ihres endlos experimentierfreudigen Schaffens weithin anerkannt. Der seit 2020 aufgeschobene Plan des Wiener Filmmuseums, EXPORTS filmisches Gesamtwerk zu zeigen – darunter auch Videoarbeiten, Performance-Dokumentationen und wegweisende Spielfilme wie „Menschenfrauen“ – wurde vom Lockdown zum Glück nur ein Stück weit beschnitten.

Die Presse:

Sie haben Ihren künstlerischen Vorlass 2015 an die Stadt Linz verkauft. Ihr filmisches Gesamtwerk erhielt indes das Österreichische Filmmuseum, als Schenkung im Jahr 2020. Warum diese Aufteilung der Verwaltungsrechte?