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Entschuldigung

Antisemitismusvorwürfe: Karner bedauert Aussagen "zutiefst"

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) Gerhard Karner (ÖVP)
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)APA/BMI/JÜRGEN MAKOWECZ
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Der Innenminister entschuldigt sich für die Aussagen, die er zwar vor 14 Jahren getätigt hatte, jüngst aber für Kritik sorgten. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde hatte eine öffentliche Entschuldigung gefordert - und wertet diese nun als „wichtiges Zeichen“.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), der wegen früherer Aussagen mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert wurde, hat sich nun für dieses entschuldigt. Nach einer Aufforderung von IKG-Präsident Oskar Deutsch nach einer Entschuldigung präzisierte er nun in der "Krone" sein schon zuvor geäußertes Bedauern: "Ich erkenne heute den Gehalt meiner damaligen Aussagen, die vor mehr als 14 Jahren gefallen sind. Ich bedaure dies zutiefst und entschuldige mich für die damaligen Aussagen."

Die Causa war bereits am Montag publik geworden, als jüdische Studierende und Personen aus Politik, Kultur und Wissenschaft in einem Offenen Brief eine Neubesetzung des Innenministeriums forderten. Als Grund gaben sie die als antisemitisch eingestuften Aussagen Karners in einem Landtagswahlkampf an. Karner soll der SPÖ damals vorgeworfen haben, "mit Herren aus Amerika und Israel gegen das Land" zu arbeiten und sie als "Klimavergifter" bezeichnet haben.

Karner bekräftigte Bedauern und plant Treffen

Karner bedauerte die Aussagen bereits am Montag und betonte, dass diese "niemals in diese Richtung intendiert" waren. Auch berichtete er, dass er mit dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Deutsch, telefoniert und ein persönliches Treffen vereinbart habe.

Deutsch habe eine Klarstellung zu den Aussagen erbeten und er, Karner, habe dargelegt, dass er die damaligen Aussagen, die offenbar missverständlich aufgefasst werden können, nicht mehr tätigen würde. Deutsch meinte daraufhin, eine Klarstellung werde zu wenig sein, er erwarte sich eine "öffentliche Entschuldigung". Karner müsse den "antisemitischen Gehalt benennen und bedauern".

Deutsch: „Wichtiges Zeichen"

Das tat der Innenminister nun via "Kronen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). Deutsch begrüßte dies laut dem Bericht als wichtiges Zeichen". Bei einem baldigen Kennenlern-Gespräch werde man daran anknüpfen und den Schutz jüdischer Infrastruktur sowie weitere Maßnahmen im Kampf gegen Antisemitismus erörtern, so die Israelitische Kultusgemeinde laut "Kronen Zeitung".

(APA)