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Handwerkskunst

Perlen, Federn und Pailletten: Chanels "Métiers d'Art"

Die Handwerkskunst der „Métiers d’Art“ von Chanel bekam ein neues Zuhause im Norden von Paris, das zugleich Pate für eine eigene Kollektion stand.

Stundenlang könnte ich hier sitzen und mir von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ateliers ihren Beruf erklären lassen“, ruft Carole Bouquet mit dem Brustton der Überzeugung. „Und wie jung viele von ihnen sind, die Werkstätten sind in der letzten Zeit so schnell gewachsen, dass es dringend Nachwuchs gebraucht hat. Das finde ich ja so beeindruckend.“ Die französische Schauspielerin – auch als Bond-Girl war sie einmal in Aktion – war jahrelang Werbegesicht des Dufts „N°  5“, und bis heute ist sie offizielle Freundin des Hauses geblieben: So nennen Luxusmarken ja jene verdienstvollen Prominenten, mit denen eine anhaltende Verbindung erwünscht ist und die ihre Werte mitverkörpern sollen. Bei passender Gelegenheit ergreifen sie schon einmal öffentlich das Wort, und das tut Carole Bouquet an diesem Dezembernachmittag.

Die Kamelie gibt es in allen Farben und Formen.Beigestellt


Sie fordert, von Werkbank zu Werkbank eilend, resolut die Angestellten auf, doch Einblick in ihre Tätigkeit zu geben, und führt durch das Studio von Lemarié, dem Federsticker und Kunstblumenmacher (an der Wand hängt eine Unzahl gerahmter Kamelien, der Lieblingsblumen von Gabrielle Chanel, aus vielerlei Materialien) Lemarié. Doch Bouquet ist an diesem Tag nicht als Einzige im Einsatz: Auch Pharrell Williams, Sofia Coppola, Anna Mouglalis sind zum Beispiel zugegen und kümmern sich um die in Kleingruppen eingeteilten Gäste. Elf Ateliers beherbergt das Gebäude, das im Unternehmen als „le 19m“ bezeichnet wird (den Namen trägt es nach dem 19. Arrondissement und einer der Glückszahlen von Madame Chanel): Neben Lemarié etwa auch die Kunst­sticker Lesage und Montex, die Modisterei des Maison Michel, den Schuhmacher Massaro, den Plisseespezialisten Lognon.