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Die Porträtierten bleiben namenlos, die Orte werden nicht benannt.
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Fotografie

Eric Asamoahs Sicht auf die Welt

Auf der Suche nach dem eigenen Weg als Fotograf: Was Eric Asamoah festhielt, als er mit seiner Kamera im Gepäck nach Ghana reiste.

Der Strand, das Meer, Palmenbäume, hier und da eine Szene aus dem Stadtleben, die zersplitterte Windschutzscheibe eines Autos. Dazwischen immer wieder Fotos von jungen Männern, allein oder in der Gruppe: Das Buch, das Eric Asamoah zusammengestellt hat, versammelt Eindrücke von einer Reise nach Ghana – in das Land, aus dem seine Eltern einst nach Österreich kamen und wo sein Vater heute wieder lebt. Asamoah, erst 21 Jahre alt und als Fotograf zwischen Linz und Wien pendelnd, wollte sich mit dem Land und seinen Leuten auseinandersetzen, ohne aber eine eigentliche Reportage vorzulegen. So bleiben die Porträtierten namenlos, die Orte werden nicht benannt, nur die Bilder erzählen ihre Geschichte – vom Übergang aus dem Jugendlichen- ins Erwachsenenalter.

Zufallstreffen. Die fotografierten Menschen sprach Asamoah an den jeweiligen Orten an.Eric Asamoah


Zum letzten Mal war Asamoah vor der Arbeit an diesem Projekt vor acht Jahren in der westafrikanischen Repu­blik. Ende 2020 kam dann in ihm der Drang auf, das Land wieder zu besuchen und so eine Lebensphase abzuschließen. „The Day After Tomorrow“, so der Titel des nun veröffentlichten Buchs, ist beinahe ein fotografischer Entwicklungsroman – und eine Selbstverortung des Fotografen, der jahrelang an der Perfektionierung seines Handwerks gearbeitet hat. Das mag erstaunen, bedenkt man, wie jung Asamoah ist, doch so verhält es sich nun einmal mit Lehr- und Wanderjahren: Anschließend kommt etwas Neues – und als Übergangsritual mag ein Fotograf eben einen Bildband vorlegen.