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Quergeschrieben

Kurz muss weg, auch wenn Kurz weg ist

(c) Getty Images (Thomas Kronsteiner)
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Nachtreten gehört zum unguten politischen Brauchtum des Landes – Sebastian Kurz der Scharlatanerie zu zeihen ist trotzdem etwas ahistorisch.

Unter dem Titel „Abschied von Sebastian Kurz“ verfasste dieser Tage Kollege Hans Rauscher eine Art Nachruf auf den politisch (vorerst) von uns gegangenen 35-jährigen Doppel-Altkanzler, dessen entscheidende Passage lautete: „Jetzt geht es darum, wie wir weitertun, wie wir aus der türkisen Scharlatanerie der letzten vier Jahre und aus der ansatzweisen Radikalisierung wegen Corona wieder herauskommen“ („Der Standard“, 11. 12. 2021).

Nun ist die ansatzweise Radikalisierung, die jeden Samstag in der Wiener Innenstadt oder gar vor Krankenhäusern zu besichtigen ist, wohl eher der Dummheit mancher Mitbürger und einem politischen Laufhausbetreiber namens FPÖ geschuldet, der mit seinen Schwurbler-Demos eine Art Triebabfuhr für jene Unvernünftigen geschaffen hat, für die sie sich mit einem politischen Schandlohn in Form von Wählerstimmen bezahlen lässt. Herbert Kickls Corona-Puff sozusagen, wer einen IQ unter 100 nachweisen kann, zahlt nur die Hälfte.