Niederösterreichs Landeshauptmann kritisiert den Plan von Gesundheitsminister Stöger, die Kompetenzen für die Spitäler an den Bund zu übertragen: "Möge Österreich nicht in diese Situation kommen."
Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat sich am Donnerstag entschieden gegen den Plan von SP-Gesundheitsminister Alois Stöger ausgesprochen, die Kompetenzen für die Spitäler an den Bund zu übertragen. "Möge Österreich nicht in diese Situation kommen", dass der Bund für alles zuständig sei, warnte der Landeshauptmann.
Für Niederösterreich würde Stögers Plan bedeuten, dass von den 27 Landeskliniken nur mehr elf übrig bleiben würden, erklärte Pröll.
SPÖ-Landeschef Sepp Leitner verteidigte hingegen die Idee seines Parteikollegen Stöger: Wer behaupte, zentrale Steuerungsmechanismen brächten weniger Qualität, der irre. Stattdessen könne zentrale Steuerung sogar mehr Qualität sowie mehr Effizienz und damit einen besseren Mitteleinsatz bringen. "Reflexartiges Einbetonieren" und das Beharren auf jahrzehntelange Strukturen bringe dagegen niemandem etwas.
(APA)