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Pandemie

Lockdown-Ausnahmen zu Weihnachten und Silvester

Raab und Mückstein
Raab und MücksteinAPA/HERBERT NEUBAUER
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Die Regierung verlängert den Lockdown für Ungeimpfte um zehn Tage. Die 2-G-Regel für Gastronomie, Hotellerie und Handel bleibt. Am 24., 25. und 26. Dezember sowie zu Silvester gelten Sonderregelungen.

Das Weihnachtsfest naht und damit auch die Frage, wie es - pandemiebedingt - gefeiert werden darf. Die Antwort darauf gaben Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) am Freitag. Ihre Kurzfassung lautet: vorsichtig beschaulich. Etwas ausführlicher formuliert:

  • Der Lockdown für Ungeimpfte wird für weitere zehn Tage verlängert. Nur unter den bereits bekannten Voraussetzungen - etwa Arbeit, Ausbildung, Einkauf von lebensnotwendigen Gütern - dürfen sie außer Haus gehen. Die 2-G-Regel (gegen das Coronavirus geimpft oder von Covid genesen)  für Gastronomie, Hotellerie und Handel bleibt weiter bestehen.

  • Am 24., 25., 26. sowie am 31. Dezember wird es Ausnahmen geben: Ungeimpfte dürfen an diesen Tagen an Zusammenkünften von maximal zehn Personen teilnehmen. Für größere Runden von elf bis 25 Personen braucht es einen gültigen 2-G-Nachweis.

  • Die Covid-Sperrstunde am Silvestertag wird aufgehoben - hier gelten dann die individuellen Sperrstunde-Regelungen in den Bundesländern.

„Wir müssen das Weihnachtsfest schon ermöglichen“ 

„Die vergangenen Wochen haben unser gesellschaftliches Leben vor große Herausforderungen gestellt“ und den Österreichern abermals eine Adventszeit mit Einschränkungen gebracht, verwies Mückstein auf die sich derzeit rasch verbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. „Es ist eine Zeit, bei der keine großen weihnachtlichen Gefühle aufkommen können: Keiner denkt an Weihnachtspartys, wenn Menschen im Spital sterben“, räumte er ein und dankte den Medizinern und Pflegekräften, die ohne Pause im Einsatz seien. Aber: „Wir müssen das Weihnachtsfest schon ermöglichen im Familienrahmen.“ 

Man wisse bisher, dass die Omikron-Mutante leichter übertragbar sei als die bisher vorherrschende Delta-Variante des Virus. Fest stehe außerdem: Aktuell gibt es 75 Fälle in Österreich, an zwei Schulen gibt es Omikron-Verdachtsfälle. Im europäischen Vergleich sei das wenig.

„Wir haben uns durch den Lockdown eine gewisse Atempause verschafft", ergänzte Familienministerin Raab. Aus diesem Grund könne man sich rund um Weihnachten nun etwas mehr Familienleben erlauben. Allerdings: Es sei auch Aufgabe der türkis-grünen Bundesregierung, „auf die Entwicklungen, die kommen, hinzuweisen“, zeigte sie sich über eine mögliche nächste Welle an Infektionen im Jänner besorgt.

Auch das derzeitige Impfgeschehen mache sie nicht wirklich glücklich, gab Raab zu verstehen: Im Laufe der Woche seien in Österreich 680.000 Impfungen verabreicht worden, darunter waren 66.000 Erststiche. „Das ist gut, aber nicht gut genug“, befand Raab und hoffte darauf, dass die Zeit um die Feiertage auch dazu genutzt wird, sich impfen zu lassen.