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Fahrbericht

Mit dem Mokka ist Opel auf einmal ziemlich cool

Der neue Opel Mokka
(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Der Mokka ist das erste Klein-SUV von Opel unter dem neuen Besitzer Stellantis. Ein rundum gelungenes Auto.

Wien. Es gab einmal eine Zeit (für manche gibt es sie noch immer), da war Opel fahren recht peinlich. Wenn man den neuen Opel Mokka sieht, dann muss man sich fragen: Was, bitte, soll an diesem Auto peinlich sein?

Das Klein-SUV sieht gut aus, es fährt sich gut, es ist innen schön designt, es hat ein übersichtliches Bordmenü. Stellen wir das Fazit daher gleich an den Anfang: Dieses Mini-SUV kann in diesem Segment durchaus die erste Wahl sein.

Die zweite Generation des Mokka steht symbolisch für die Erneuerung bei Opel. Auch auf ihr: Denn die Plattform kommt vom neuen Mutterkonzern Stellantis (PSA/FCA), auf der unter anderem der –auch sehr gute – neue Opel Corsa und das Schwestermodell Peugeot 2008 steht. Auf ihr bauen auch die elektrischen Versionen auf (Mokka-e, Corsa-e, e-2008).

Wenn man die erste und zweite Generation des Mokka vergleicht, erinnert an die erste gar nichts mehr. Sie war so bieder und langweilig, wie es sich manche von Opel erwarten. Der neue Mokka dagegen ist spannend und schön, er ist etwas breiter und flacher mit kurzen Überhängen, das verleiht ihm Dynamik.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Vorn trägt er das neue Gesicht der Marke, den Vizor, wie es die Designer nennen – ein Visier, das sich über den Grill, die Scheinwerfer und das neu gezeichnete Logo mit Blitz legt. Das Heck zieren schmale Rückleuchten und der Modellname.

Apropos Heck: Weniger gefallen hat uns, dass man den Kofferraum nicht sehr intuitiv knapp über der Nummerntafel öffnet. Beim ersten Mal sucht man, ab dem zweiten Mal macht man sich gerade im Winter die Finger schmutzig.

Mit 4,15 Metern Länge hat man in Rüsselsheim den Trend zu immer größeren Autos umgedreht, der neue Mokka wurde kürzer, was in seinem primären Habitat, der Stadt, hilfreich ist. Innen fühlt er sich dennoch geräumig an. Dort setzt sich auch das ansprechende Design mit einem reduzierten Stil fort. Die Klimaanlage regelt man über Schalter und Knöpfe, das Achtgangautomatikgetriebe unseres Testmodells wird über einen Schieber angesprochen, daneben wählt man den Fahrmodus – alles recht übersichtlich. Zwei große Bildschirme zeigen Fahrinformationen und Navigation/Entertainment, großes Raffinement bietet das Bordmenü nicht, was aber kein wirklicher Nachteil ist.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Wir fuhren einen Mokka mit einem 1,2-Liter-Benzinmotor ohne jegliche elektrische Unterstützung, heutzutage fast schon eine Seltenheit, der sich mit den angebotenen 130 PS durchaus spritzig bewegen ließ.

Meist waren wir freilich im Normalmodus in der Stadt unterwegs, das ergab einen Durchschnittsverbrauch von knapp sieben Litern. Eine interessante Alternative ist sicher der 1,5-Liter-Dieselmotor, der so effizient arbeitet, dass nur zwei Prozent NoVA anfallen. Im Verbrauch sollte er unter fünf Litern liegen.

Beim Preis zeigen sich die Rüsselsheimer durchaus selbstbewusst: Der neue Opel Mokka beginnt bei 22.729 Euro, mit Automatikgetriebe und akzeptabel ausgestattet überschreitet man die 30.000-Euro-Grenze.

 


[S33WH]