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Benachteiligung? Wiener Linien müssen zahlen

Günstigeres Semesterticket nur mit Hauptwohnsitz in Wien hielt nicht vor Gericht.

Wien. Die Wiener Linien haben vor Gericht eine Niederlage erlitten – weil Studierende mit Hauptwohnsitz Wien für das Semesterticket nur 75 Euro bezahlen müssen, alle anderen 150 Euro. Die Plattform ticketerstattung.at hat deswegen eine Musterklage wegen Ungleichbehandlung eingebracht und die Preisdifferenz von 75 Euro plus eine Entschädigung von 300 Euro für erlittene persönliche Beeinträchtigung gefordert.

Das Bezirksgericht Innere Stadt hat diese Beträge nun in erster Instanz in vollem Umfang zugesprochen.


Bis zu sechs Semester

Im Fall der Musterklage handelt es sich um 1875 Euro, die rückwirkend bezahlt werden müssen, dazu kommen die Verfahrenskosten. Laut ticketerstattung.at könne eine Rückforderung für bis zu sechs Semester geltend gemacht werden. Im Erfolgsfall bekommt ein Betroffener 73 Prozent des Geldes, 27 Prozent gehen an ticketerstattung.at. Bis inklusive September 2021 wurden heuer 45.400 Semestertickets für Wiener verkauft, 19.900 für Nicht-Wiener. Von den Wiener Linien heißt es zur „Presse“, dass man den erstinstanzlichen Urteilsspruch erhalten habe und nun weitere rechtliche Schritte im Detail prüfen werde. (eko)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2021)