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Drei ruhige Geldbringer für die turbulente Börsenzeit - und eine neue Kraftaktie

In der Ruhe liegt die Kraft - auch an der Börse.
In der Ruhe liegt die Kraft - auch an der Börse.Clemens Fabry
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Angesichts der jetzigen Unruhe können gerade langweilige Aktien am sichersten Geld bringen. Von den folgenden vier Papieren sind drei als solche einzustufen. Und dem vierten, einem Börsenneuling, verheißen Experten eine große Zukunft.

Es war die Woche der Notenbanken. Gut, man kann sagen, es war ohnehin das Jahr der Notenbanken. Und genau genommen, ist es längst ein Jahrzehnt der Notenbanken.

Niemand weiß das so gut wie die Anleger. Denn der langjährige Höhenflug der Aktien und die extrem schnelle Erholung nach dem Absturz zu Beginn der Coronakrise im Vorjahr verdanken sich ja auf weite Strecken der ultralockeren Geldpolitik.

Wer das Geld nicht anlegt, „verdankt" den Notenbanken im Übrigen nun einen beträchtlichen Teil der Geldentwertung. Womit klar ist: Die Politik der Notenbanken geht uns mehr an, als uns lieb sein mag. Und wären wir nicht so sehr vom hyperdominanten Coronavirusthema - nun mit der Omikron-Mutante - vereinnahmt, würde sich der Unmut eines Großteils der Bevölkerung vermutlich schon längst gegen die Akteure in der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt richten.

Diese agieren zwar viel und kümmern sich, ohne ein Mandat dafür zu haben, um verschuldete Staaten, strauchelnde Banken und künftig wohl auch um den Klimawandel. Dafür machen sie ihren Job nicht so recht, für den sie eigentlich bezahlt werden: Für Preisstabilität zu sorgen. In der abgelaufenen Woche der Notenbanken – siehe Einleitung – hat die EZB nämlich trotz einer aktuellen Jahresinflationsrate von 4,9 Prozent im November und trotz einer Inflationserwartung von 3,2 Prozent keine Zinsanhebung für 2022 angedeutet. Anders die Bank of England und die US-amerikanische Fed, die immerhin erste Schritte in diese Richtung setzen.

Die Fed hatte die Börsen gut auf ihren Schritt eingestimmt, weshalb diese auch am Mittwoch und Donnerstag positiv reagierten. Und in Europa reagierten sie dann erleichtert auf die Tatenlosigkeit der EZB am Donnerstag. Allerdings: Die gesamte Gemengelage aus Inflation, Zinslage und Ungewissheit beim Coronageschehen bleibt diffus und eben belastend.

Für eine Rallye in den verbleibenden Tagen des Jahres scheint die Puste zu fehlen. Die Anleger scheinen vielmehr damit beschäftigt, sich an die neuen Realitäten anzupassen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es ist, wenn einige Zentralbanken dem Markt die übermäßige Liquidität zu entziehen beginnen. Wirtschaftszahlen und -fakten werden fortan wieder mehr Bedeutung kriegen. Zumindest mittelfristig.

Bis wieder etwas mehr Klarheit herrscht, sollten eher langweilige Werte Konjunktur haben, sprich Aktien, die ruhige Geldbringer sind.