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Der Verlobungsring ist eine der letzten Bastionen traditioneller Rollenverteilungen. Jetzt gibt es zumindest in den USA auch welche für Männer.
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Schmuck

Funkelnde Versprechen: Verlobungsringe für alle

Heiratsanträge haben in den USA gerade Hochsaison. Heuer mit einer neuen Option: Der Juwelier Tiffany & Co. hat eigene Verlobungsringe für Männer herausgebracht.

Es ist Antragssaison in den USA: Traditionell gehen über Thanksgiving, Weihnachten, Silvester oder spätestens zum Valentinstag jene Herren auf die Knie, die ihre(n) Liebste(n) um den Bund fürs Leben bitten wollen. Heuer ist das immer noch extrem traditionelle Prozedere – auch 2021 liegt der Anteil der Männer unter den Fragestellern in heterosexuellen Beziehungen bei 84 Prozent, 75 Prozent davon gehen auf die Knie – um eine Facette reicher: Mit Tiffany & Co. bringt erstmals seit Langem wieder ein großer Juwelier eine Kollektion eigener Verlobungsringe für Männer auf den Markt. Die in Sachen Diamantengröße und Eleganz jenen der Damen um nichts nachstehen – und genauso teuer sein können.

Was aktuell bedeutet, dass mindesten zwei, eher drei Monatsgehälter in das Symbol der Liebe und Treue investiert werden. Das entsprechend blumig auch für den Herrn vermarktet wird: „1886 präsentierte Charles Tiffany den Verlobungsring der Welt. Heute schlägt das Charles-Tiffany-Design ein neues Kapitel auf – das eine mutige neue Ära der Liebe kennzeichnet.“ Der Juwelier wählt auf seiner US-Website also große Worte für das neueste Produkt. Das ganz so neu nicht ist, wie Amanda Miller, Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität von Indianapolis, weiß. „Das ist nicht der erste Versuch, Verlobungsringe an Männer zu verkaufen“, so die Professorin. „DeBeers (Diamantenhersteller, Anm.) hat das bereits in den 1920er-Jahren versucht, da war die Idee, dass die Frau dem Mann nach dem Antrag auch einen Ring kauft.