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Song der Woche

Was Kurt Cobain nicht sagte

Als Gründermutter des Alternative Country gilt Cat Power, geboren 1977 in Atlanta. Im Jänner erscheint „Covers“, auf dem sie u.a. Songs von Nick Cave und Billie Holiday interpretiert.
Als Gründermutter des Alternative Country gilt Cat Power, geboren 1977 in Atlanta. Im Jänner erscheint „Covers“, auf dem sie u.a. Songs von Nick Cave und Billie Holiday interpretiert.Domino
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Als Gründermutter des Alternative Country gilt Cat Power, geboren 1972 in Atlanta. Im Jänner erscheint „Covers“, auf dem sie u. a. Songs von Nick Cave und Billie Holiday interpretiert.

Cat Power: „Unhate“. Tragische Popgeschichte: Im November 1993 veröffentlichte die Band Nirvana einen Song namens „I Hate Myself and Want to Die“, fünf Monate später erschoss sich ihr Sänger Kurt Cobain. 2006 machte Cat Power aus dem Titel – der im Text des so aggressiv wie traurig klingenden Nirvana-Songs gar nicht vorkommt – ein Lied namens „Hate“. Darin sang sie über eine Frau, die den entsetzlichen Cobain-Satz sagt, und kommentierte: „Half of it is innocent, the other half is wise. The whole damn thing makes no sense.“ Ein kluger Song, leider damals nur von einer schlichten und wenig ergreifenden Gitarre begleitet. Nun hat sie ihn für ihr neues Album „Covers“, ohne den Text wesentlich zu ändern, in „Unhate“ umbenannt und neu arrangiert. Mit einem bedrohlich federnden Rhythmus und einer silbrigen E-Gitarre als Chefkommentatorin gewinnt er an Tiefe und Dramatik: ein knappes, eindrückliches Plädoyer fürs Trotzdem-Leben.

Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Christoph Sepin (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4. Weitere Infos auf www.diepresse.com/songderwoche und fm4.ORF.at.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2021)