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Volksoper

Die skurrilen (Alb-)Träume einer Modemagazin-Diva

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Kurt Weills „Lady in the Dark“ konterkariert gekonnt Erwartungen und punktet mit sensationellen Darstellern und großen Revue-Szenen.

Vorhang auf, Blick frei auf eine riesige Couch: Kurt Weills „Musical Play“ mag manche Besucher überraschen. Keine aufbrausende Ouvertüre, gar keine Musik in den ersten zehn Minuten. Einfach nur die Praxis eines Psychoanalytikers, in welche die Herausgeberin einer Modezeitschrift, Liza Eliott, kommt, weil sie sich fühlt, als „zerbreche sie in Stücke“.

Was bei der Uraufführung von „Lady in the Dark“ 1941 revolutionär und irritierend gewesen sein mag, passt in Wahrheit gut zu diesem Stück, das Weill mit Absicht nicht rein als „Musical“ bezeichnete. Es gibt kammerspielartige, intime Szenen, die die Hauptperson vorstellen. Und dann opulente, die, wenn die Musik startet, in deren Träume eintauchen lassen.