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Prozess

Der „schuldige“ Bierwirt ohne Erinnerung

MORDPROZESS GEGEN BIERWIRT
Der Bierwirt am Montag im Großen Schwurgerichtssaal des Straflandesgerichts Wien.(c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
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Vertreten von gleich drei Anwälten bekannte sich der frühere Craft Beer-Shop-Betreiber Albert L. schuldig. Der 43-Jährige hat seine Ex-Lebensgefährtin getötet. Der Wert des Geständnisses ist aber fraglich: L. gibt an, er könne sich an nichts erinnern.

Marija M. hatte keine Chance. Der Mann, mit dem sie viele Jahre eine Lebensgemeinschaft geführt hatte, der Vater der beiden gemeinsamen Kinder, 13 und drei Jahre alt, schoss ihr am 29. April dieses Jahres erst ist in den Oberschenkel, dann in den Kopf. Am Montag stand Albert L. (43) in Wien vor den Geschworenen.

Der elffach, unter anderem wegen Gewaltdelikten vorbestrafte Mann, hatte es vor der Bluttat zu fragwürdiger Berühmtheit gebracht: Er hatte die Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer in ein skurriles Gerichtsverfahren verwickelt. Er hatte der Politikerin üble Nachrede vorgeworfen, dann aber seine Privatanklage zurückgezogen. Davor hatte Maurer per Twitter mitgeteilt, sie habe von L. obszöne Facebook-Nachrichten bekommen. L., damals Betreiber eines Craft Beer-Shops, hatte bestritten, die Nachrichten geschrieben zu haben.