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Auszeichnung

Jörg Piringer bekommt Medienkunst-Preis der Stadt Wien

Jörg Piringer thematisiert Autorschaft in der Kunst.
Jörg Piringer thematisiert Autorschaft in der Kunst.Christine Pichler
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Er schreibt, programmiert und gestaltet Hörspiele. Der Schriftsteller, Klangkünstler und Informatiker Piringer erhält den mit  5.000 Euro dotierten Medienkunst-Preis.

Der Schriftsteller, Klangkünstler und Informatiker Jörg Piringer wird mit dem mit 5.000 Euro dotierten Medienkunst-Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. „Jörg Piringer gilt als Pionier im Bereich der Medienkunst. Mit seinen Arbeiten schafft er durch interdisziplinäre Zugänge neue Impulse zwischen Abstraktion und Wirklichkeit“, so Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) in der entsprechenden Aussendung.

Technik, Sound und Sprache

„Mit Sound, Loops, Textaufbereitung und machine learning thematisiert er Autorinnenschaft in der Kunst. Ich freue mich daher sehr, dass die Wahl der Jury auf Jörg Piringer gefallen ist“, unterstreicht Kaup-Hasler. Piringer habe „maßgeblich dazu beigetragen, dass sich dieses Genre in Wien so lebhaft entwickelt hat. Seine künstlerische Arbeit lässt nicht nur Technologiegeschichte nachvollziehbar und lebendig werden, sondern thematisiert auch aktuelle globale Forschungsschwerpunkte wie Artificial Intelligence“, heißt es in der Jurybegründung. Piringers Werke aus Sprachen, Worten und Zeichen seien „so individuell und einzigartig, so universell und verbindend, so technisch, so menschlich - eine integrative Reflexion unserer Zeit“.

Piringer wurde 1974 geboren und lebt in Wien. Er ist Gründungsmitglied des Instituts für Transakustische Forschung und des Gemüseorchesters "Vegetable Orchestra". Piringers Werk umfasst zahlreiche Performances, Klangkunstwerke, Texte, Videos und Animationen, darunter "datenpoesie" (Ritter Verlag 2018) oder "ich/meines/mir/mich" (2016). Immer wieder sind Fragen nach dem Funktionieren der Sprache, der Übersetzung und dem Verhältnis von Technik und Kunst Thema. Im Jahr 2020 nahm er auf Einladung von Nora Gomringer mit dem Text „kuzushi“ am jährlichen Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil.

(APA/red)