Vizekanzler Pröll will über den Vorschlag, die Kompetenzen für die Spitäler an den Bund zu übertragen, zumindest diskutieren. Er kritisiert aber die Vorgangsweise des Gesundheitsministers.
Anders als sein Onkel, der niederösterreichische Landeshauptmann, lehnt VP-Vizekanzler Josef Pröll den aktuellen Vorschlag von Gesundheitsministers Alois Stöger zu den Spitälern nicht grundsätzlich ab. Stöger will ja die Kompetenzen für die Spitäler an den Bund übertragen. Pröll findet das "interessant", wie er gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte. Über diesen Vorschlag könne man diskutiere.
Kritik übt Pröll aber an der Vorgangsweise des SP-Gesundheitsministers. "Stöber hat eine interessante Idee falsch angelegt", so der Finanzminister. Stöger solle das direkte Gespräch suchen. Er bezweifle, dass es klug ist, so ein Reformvorhaben "einfach auf den Tisch zu knallen". Um das Gesundheitswesen effizienter zu gestalten, brauche man die Länder an Bord. Die Finanzierung des Spitalssystems aus einer Hand ist "ein möglicher Ansatzpunkt". Aber "dahin muss man sich gemeinsam bewegen", meint Pröll.
(APA)